Monthly Archive for Juli, 2008

Konferenzen Konferenzen …

Es ist wohl zurzeit Sommer. Am Wetter merkt man das in London mal wieder nicht, wohl aber daran, dass auf einmal recht viele Konferenzen anstehen. Hier ein kurzer überblick über den derzeitigen Konferenzfahrplan:

Die Real Estate Connect SF 2008 hatten wir schon erwähnt, ein paar Nestoriataner sind schon auf dem Weg nach San Francisco.

Mitte August findet in Kopenhagen die YAPC::Europe statt, wo MTM und Mike sprechen werden (einmal zum Thema “A High Volume/Low Maintenance ETL System” und einmal über Perl Profiling Module). Auch der Rest unseres Engineering Teams wird zugegen sein. Wer also wissen will, was bei Nestoria unter der Haube so abläuft, kann im August in Kopenhagen die richtigen Leute treffen.

Schon vorbei ist die State of the Map 2008 in Limerick. Dort ging alles rund ums OpenStreetMap Projekt. Neben vielen Berichten über den Wachstum in verschiedenen Ländern gab es Talks über Anwendungen von OSM (zum Beispiel Wikitravel oder das deutsche Openrouteservice.org). Und dann war da natürlich noch ein Vortrag über Nestoria:

Real Estate Connect SF 2008

Hallo Nestoraner!

Ein Teil des Nestoria Teams wird nächste Woche auf der anderen Seite des Globus zu finden sein. Ziel der Reise ist die Real Estate Connect San Francisco 2008 Konferenz.

Real Estate Connect SF 2008

Im Bereich des Onlineimmobilienmarktes ist in den USA ist im Lauf der letzten Jahre viel losgewesen und wir freuen uns, von ein paar der Hauptakteure zu hören. Im Lineup der Konferenz finden sich Innovative Internetstartups genauso wie alte Hasen im Immobiliengeschäft wieder, was einen spannenden Mix an Talks verspricht!

Außerdem freuen wir uns natürlich darüber all jene zu treffen, die wir zwar kennen aber schon lange nicht mehr oder noch nie von Angesicht zu Angesicht gesehen haben. Wir würden uns natürlich freuen auch neue Bekanntschafte zu schließen; sollten einige unserer Leser also auch in San Francisco sein und mit uns über den europäischen Immobilienmarkt oder über vertikale Suche oder Nestoria oder irgendetwas anderes diskutieren wollen, dann schreibt uns bitte!

Gibt’s Bielefeld auf Nestoria?

Wir freuen uns über jedes Feedback Feedback und jede Frage, die uns über unser Kontaktformular oder anderweitig erreicht. Heute war zum Beispiel das hier im Posteingang:

Liebes Nestoria Team,

Ich wollte nur mal eben fragen, ob eure Suchmaschine auch Immobilien in Bielefeld finden wird.

Gruß,

[Name aus Datenschutzgründen entfernt]

Klar, warum denn nicht? Einfach www.nestoria.de/haus/kaufen/bielefeld/ in die Adressleiste tippen (wer diesen Link schon sehen will, sollte sich für unseren Betatest anmelden) und man landete auf der Ergebnisseite für Häuser zum Kauf in Bielefeld. Egal ob  Bielefeld gar nicht existiert oder doch, bei Nestoria wird man auch nach Häusern und Wohnungen in Bielefeld suchen können. Übrigens: Eine Umfrage in den Nestoria Headquarters hat ergeben, dass von uns noch niemand in Bielefeld war, oder jemanden aus Bielefeld kennt.

Für alle, die sich sorgen, dass Ihre (potentiell nicht existierende) Heimatstadt nicht auf Nestoria.de gefunden wird gibt es hier nochmal die Liste der Möglichkeiten, uns zu kontaktieren:

  1. Supereinfach: Einen Kommentar hier im Blog schreiben. So gehts: Zwei Zentimeter weiter runter scrollen und alle Anliegen ins große Textfeld unter der Überschrift Kommentar schreiben schreiben. Vorteil: Jeder kann die Frage und unsere Antwort lesen.
  2. Fastgenausoeinfach: Alle Mitteilungen, die über das Kontaktformular auf unserer englischen Seite abgeschickt werden, landen sofort in unserer Posteingang. Genauer: In Eds Posteingang (Nutzeranfragen sind bei uns Chefsache). Und Ed antwortet schneller als ich Bielefeldverschwörung buchstabieren kann. Außerdem kann man dort soviele Tippfehler machen, wie man will, keiner wird es sehen (außer Ed natürlich).
  3. Für Socialnetworkingverrückte: Wem Blogkommentar und Kontaktformular einfach zu altmodisch sind, empfehlen wir unsere Facebook Gruppe.
  4. Und: Weil wir ein wenig eitel sind, schauen wir dauernd, was andere über uns schreiben. Deshalb kann man auch einfach einen Blogpost (oder einen Artikel auf der Titelseite der New York Times) über uns schreiben. Meistens melden wir uns dann bei den Autoren und beantworten eventuelle Fragen oder bedanken uns einfach nur fürs Lob.

Übrigens: Wer noch mit ins Beta-Boot will, nutze bitte Methode 2 um ein Ticket zu reservieren.

Ciao Nestoria Italia!

Liebe Nestoritaner!

Tolle Nachrichten für Nestoria: Seit letzter Woche ist Nestoria Italia online!

Wie in UK und Spanien gehören auch unsere italienischen Partner ( 123Case, Casa.it, Idealista, Repubblica, Casaclick, Immobiliare und Trovocasa) zu den größten Anbietern von Immobilien- und Kleinanzeigen, sowohl online als auch offline. Schon seit dem Launch kann man auf nestoria.it in 250,000 Immobilien zur Miete und zum Kauf stöbern. Natürlich werden wir auch in Italien dauernd daran arbeiten, neue Partner zu gewinnen, wie zum Beispiel erst kürzlich in Großbritannien.

Ein großes Gracie geht vor allem an unsere Betatester in Italien, deren wertvolles Feedback uns sehr geholfen hat. Natürlich freuen wir uns auch jetzt und in Zukunft noch über jegliches Feedback (über unser italienisches Kontaktformular) denn wir wissen, dass wir noch einiges darüber zu lernen haben, wie Italiener nach Ihrem neuen Heim suchen. Die Basics haben wir also:

Ein paar Hintergrundinfos zur italienischen Seite finden sich übrigens in einem Interview auf der englischen Seite Renthusiast. Wie dort richtig angemerkt wird, haben wir den Italien Launch mit Weiterarbeiten gefeiert, und den Champagner für nach dem Nestoria Deutschland Launch aufgeschoben.

Nestoria Interview: Florian Mann, Co-Autor der ImmoStudie2008

Der Juli ist da! Und mit dem Juli kommt auch schon das zweite Nestoria Interview im Nestoria Deutschland Blog. Eine der interessantesten Nachrichten im  Immobilienbereich in Deutschland war in den vergangenen Wochen sicherlich die ImmoStudie2008 des Instituts für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien der LMU München. Herr Dipl.-Kfm. Florian Mann ist Co-Autor der Studie (zusammen mit Prof. Dr. Thomas Hess) und es freut uns, dass er sich bereit erklärt hat unsere Fragen rund um die ImmoStudie2008 zu beantworten.

Herr Mann, Sie sind Co-Autor der ImmoStudie2008, die vor Kurzem vorgestellt wurde. Können Sie sich selbst und die ImmoStudie2008 in ein paar Sätzen vorstellen?

Seit 2006 bin ich wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Institut für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Zentrum unseres Forschungs- und Lehrprogramms steht die Veränderung von Geschäftsmodellen, Strategien und Märkten durch die Digitalisierung. Als wichtiger Vertreter der Rubriken- und Anzeigenmärkte haben wir im Rahmen der ImmoStudie 2008 den Markt für Immobilienangebote genau unter die Lupe genommen. Durch die Teilnahme von 1.156 gewerblichen Immobilienanbietern aus Deutschland konnten wir einen umfassenden Überblick über die Gewohnheiten, Einschätzungen und Bedürfnisse von Maklern, Wohnungsgesellschaften, Hausverwaltungen und Bauträgern erlangen. Es zeigt sich, dass Immobilienportale im Internet bereits heute der professionelle Vermarktungskanal Nr. 1 sind. Neben der höchsten Nutzungsquote auf Anbieterseite weisen Immobilienportale die höchsten Erfolgsquoten und niedrigsten Kosten pro Abschluss auf. Zeitungen werden zwar nach wie vor sehr häufig genutzt, stehen jedoch vor der Herausforderung hoher Kosten und schwindender Bedeutung. Auf Basis unserer Ergebnisse können professionelle Immobilienanbieter fundierte Entscheidungen bei der Auswahl von Vermarktungskanälen und Anbietern treffen.

In vielen Bereichen hat das Internet radikal verändert wie Kunden Produkte suchen und kaufen. Inwiefern ist das auch für Immobilien der Fall?

Ja, das Internet reduziert für Kunden besonders den Aufwand für die Suche, während es gleichzeitig Umfang und Qualität der zur Verfügung stehenden Informationen deutlich erhöht. Insgesamt bezeichnen wir diesen Effekt als Transaktionskostenreduktion. Allgemein hat der Kunde also eine größere und bessere Auswahl – und das mit geringerem Aufwand. Das gilt für alle Branchen. In der Medienbranche, deren Hauptgeschäftszweck der Handel mit Informationen ist, ist die Bedeutung des Internets sogar noch größer. Informationsprodukte wie Texte, Musik oder Videos lassen sich vollständig digitalisieren. Das bedeutet dass sie nicht nur über das Internet bestellt, sondern auch „geliefert“ werden können. Wie ein weiteres aktuelles Forschungsprojekt an unserem Institut gezeigt hat, ist besonders die dadurch erreichbare sofortige Verfügbarkeit von Informationen und Informationsprodukten für die Kunden attraktiv. Auf der Suche nach „Instant Gratification“ schätzen Konsumenten von Medienprodukten das Internet für seine Geschwindigkeit und auch zunehmende mobile Verfügbarkeit.

Was für die Medienbranche gilt, gilt auch für die Vermarktung von Immobilien. Die Information über Verfügbarkeit, Standort, Beschaffenheit, Preis usw. einer Immobilie ist ein wertvolles Gut, mit dem gewerbliche Immobilienanbieter Geld verdienen. Durch das Internet haben Anbieter die Möglichkeit ihre potentiellen Kunden deutlich schneller und – wie unsere Studie gezeigt hat – auch kostengünstiger zu erreichen. Kunden auf der anderen Seite bekommen individuell auf sie zugeschnittene Angebote und das nicht nur einmal täglich, sondern auf Wunsch sofort nach Verfügbarkeit per E-Mail, RSS-Feed, SMS usw. Kunden können außerdem aus einer größeren Fülle an Angeboten von mehreren Anbietern wählen, was den Wettbewerb unter den Anbietern verschärft.

Das Internet bietet also für Anbieter eine Reihe von Chancen, während es gleichzeitig den Wettbewerbsdruck erhöht. Für Kunden verbessern sich das Angebot und der Überblick. Insgesamt sorgt das Internet für mehr Dynamik  – auch im Markt für Immobilienangebote.

In der Studie untersuchen Sie auch die Zufriedenheit von Maklern mit Onlineportalen. Wo sehen Sie noch Verbesserungsbedarf? Und welche Entwicklungen erwarten Sie im Onlineimmobilienmarkt für die nächsten Jahre?

Die Zufriedenheit der 1.156 Teilnehmer, von denen 97% Makler sind, wurde in vier Dimensionen abgefragt: Vermarktungsdauer, Kontaktqualität, Preis sowie das Preis-/Leistungsverhältnis einzelner Immobilienportale. Die Ergebnisse hierzu zeigten ein recht unterschiedliches Bild. Während ImmobilienScout24 bei der Vermarktungsdauer vorne liegt, führt sowohl bei der Kontaktqualität, den Preisen und dem Preis-/Leistungsverhältnis immonet.de. Die Ergebnisse und die Angaben auf den Webseiten der einzelnen Anbieter zeigen, dass die Preisstrukturen der Immobilienportale sehr unterschiedlich sind. Vor dem Hintergrund der großen Bedeutung des Internets für die Immobilienvermarktung (97% der Befragten nutzen das Internet und 94% halten es für wichtig oder sehr wichtig) wage ich festzustellen, dass zukünftig zwar für einige Anbieter noch Raum für Preissteigerungen besteht. Allerdings in begrenztem Umfang, denn sonst müssen auch etablierte Anbieter wie ImmobilienScout24 den Verlust von Kunden fürchten. Konstanter Verbesserungsbedarf besteht bei der Entwicklung von Möglichkeiten zur Vorabqualifikation von Interessenten und bei der Einbindung technischer Innovationen. Die großen Trends im Bereich Medien und Internet für die kommenden Jahre heißen Mobilität und Video. So halte ich es für notwendig, dass sich Betreiber von Immobilienportalen auch über diese Trends Gedanken machen und beispielsweise innovative Wege finden, ortsabhängige Dienste für mobile Endgeräte anzubieten.

Und zu guter Letzt: Welche Chancen und Herausforderungen sehen Sie für vertikale Suchmaschinen wie Nestoria?

Der große Vorteil vertikaler Suchmaschinen ist aktuell die verbesserte Relevanz der angezeigten Inhalte in einem spezifischen Themengebiet. Das ist gleichzeitig Chance und Herausforderung. Auf der Suche nach den relevantesten Ergebnissen schätzen Internetnutzer natürlich die Spezifität vertikaler Suchmaschinen. Auf der anderen Seite hätte man in einer idealen Welt eine zentrale Suchmaschine und Anlaufstelle die in der Lage ist zu jedem beliebigen Themengebiet die relevantesten Treffer zu erzielen. Wir sehen also zwei gegenläufige Bedürfnisse: auf der einen Seite der Wunsch nach Spezifität und Relevanz der Ergebnisse – auf der anderen Seite der Wunsch nach Universalität der Suchmaschinen und Minimierung der Anzahl der Anlaufstellen. Vertikale Suchmaschinen wie Nestoria müssen sich zwischen diesen Bedürfnissen positionieren und werden damit nur erfolgreich sein, wenn Sie nachhaltig relevantere Ergebnisse als allgemeine Suchmaschinen liefern.

Herr Mann, vielen Dank Dank für diese sehr ausführlichen Antworten! Sie beweisen nahezu hellseherische Fähigkeiten, denn gleichzeitig mit Ihrer Vorhersage der Möglichen Preisentwicklung bei Portalen landete die Nachricht über genau diese in unserem Feed Reader. Zum Weiterlesen empfehlen wir natürlich die detaillierten Ergebnisse der ImmoStudie2008, welche es auf den Seiten zur Studie zum Download gibt.

Kleines Update über Nestoria Deutschland: Leider konnten wir unsere spanischen Mitarbeiter am Montag nicht dazu bewegen, an einer deutschen Webseite zu arbeiten. Es wird gemunkelt, irgendein Fußballturnier sei der Auslöser gewesen.