Monthly Archive for Oktober, 2008

Gratulation OpenStreetMap!

OpenStreetMap, ein Projekt zum Aufbau einer freien und offenen Weltkarte, hat am Freitag einen Erfolg bekanntgegeben: Hamburg ist als erste deutsche Großstadt vollständig “gemappt” – und das nachweislich! Der Abgleich der OpenStreetMap Datenbank mit den Daten des Statistikamts Nord ergab eine 98%ige Übereinstimmung bei den Straßennamen, wie auf der Seite des Projekts berichtet wird. Gratulation zu diesem großartigen Erfolg!

OpenStreetMap wird oft als das Wikpedia der Karten bezeichnet. Das 2004 in England gegründete Projekt baut auf den Einsatz von freiwilligen, um eine Landkarte anzubieten, die jeder (fast) ohne Einschränkungen weiterverwenden darf ohne dabei von restriktiven Lizenzen eingeschränkt zu sein, wie es bei allen anderen Onlinelandkartendiensten der Fall ist. OpenStreetMap übetrumpft diese aber auch in vielerlei anderen Beziehungen. Nur weil das Straßennetz Hamburgs nun sogut wie abgeschlossen ist, heißt es nämlich nicht, dass in Hamburg niemand mehr mappt. Vielmehr können sich die Freiwilligen nun noch mehr auf Fußwege, Radwege und allerlei geographische Anhaltspunkte konzentrieren. In vielen Städten und Landstrichen weltweit bieten die Karten von OpenStreetMap schon jetzt mehr Details als andere Angebote.

OpenStreetMap bei Nestoria

OpenStreetMap bei Nestoria

Nestoria kennt OpenStreetMap aus den Zeiten, als sowohl Nestoria als auch OpenStreetMap noch ganz jung waren und wir machen keinen Hehl daraus, große Fans von OpenStreetMap zu sein. Gerade Immobiliensuchende in Hamburg sollten auf jeden Fall die OpenStreetMap Version von Nestoria ausprobieren, hier finden sich Immobilien zum Kauf in Hamburg auf einer OpenStreetMap Karte (und hier die Hamburger Immobilien auf der herkömlichen Nestoria Seite mit Google Maps). Außerdem  gab es in diesem Blog vor einigen Monaten ein Interview mit Jochen Topf, dem Autor eines deutschsprachigen Buches zu OpenStreetMap.

Qype bei Nestoria – Wer will was trinken gehen?

Heute berichten wir über einen weiteren Schritt, um Ihre Immobiliensuche mit regionalen Infos zu bereichern und die Suche nach Ihrem nächsten zu Hause so einfach wie möglich zu gestalten. Wir freuen uns sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass wir uns in Deutschland (und auch in Großbritannien) mit dem innovativen Dienst Qype zusammengetan haben,  der Nutzern ermöglicht, regionale Angebote zu bewerten. Dies bedeutet, dass ab jetzt Informationen über Kneipen, Nachtleben, Freizeitaktivitäten und andere regionale Angebote auf unserer Karte angezeigt werden können.

Wenn Sie zum Beispiel Ihr schläfriges Dorf verlassen möchten, um sich in die Münchener Szene zu stürzen, können Sie bei uns damit beginnen, eine geeignete Gegend zum Wohnen zu finden und Ihre nächtlichen Ausflüge zu planen. Gleichermaßen gilt umgekehrt, nachdem Sie einige Jahre in der Großstadt gelebt haben und über 23 sind, dass Sie bei uns ein ruhiges Plätzchen finden können, wo Sie trotzdem über Einkaufsmöglichkeiten oder Schulen verfügen.

Egal wie, bei uns gibt es jetzt alle möglichen Informationen zu praktischen und vergnüglichen regionalen Angeboten! Viel Spaß!

Qype-Informationen bei Nestoria
Qype-Informationen bei Nestoria

TwinCity Perl Workshop 2008

Am 7. und 8. November findet der TwinCity Perl Workshop 2008 in Wien und Bratislava statt und wir sind dabei! Mike und Spiros werden als Redner an den Workshops teilnehmen. Mike wird sich mit dem Thema ‘Profiling’ beschäftigen, während Spiros über ‘A/B Testing’ reden wird, eine der meist verbreiteten Methoden zum Testen und Verbessern von Websites. Natürlich wird die Gelegenheit auch genutzt um Kontakte herzustellen und zu erfahren, was auf dem Gebiet sonst so passiert. Vielleicht findet sich ja auch die ein oder andere Gelegenheit zu gemeinsamen Projekten oder Kooperationen mit Nestoria.

Wer dabei sein will und unsere beiden Helden live erleben möchte, sollte sich auf der Webseite des TwinCity Perl Workshops informieren.

Wir wünschen viel Spaß und bedanken uns schonmal im Voraus bei den Veranstaltern vienna.pm und bratislava.pm!

Qualität und Quantität

Bei der Entwicklung von Nestoria stoßen wir ab und zu auf Herrausforderungen, die wir bewältigen müssen. Bei dem Versuch, unseren Nutzern die einfachste Immobiliensuche bereitzustellen, berufen wir uns auf vier Hauptfaktoren, die wir berücksichtigen: Umfang, Nutzerfreundlichkeit, Relevanz und Aktualität.

Der Umfang scheint auf den ersten Blick einfach zu messen. Eigentlich ist die Frage doch nur: “Wie viele Immobilien haben wir in unserer Datenbank?”. Aber wie so oft, wenn etwas auf den ersten Blick einfach erscheint, ist auch hier die richtige Antwort etwas komplizierter. Sie hängt nämlich davon ab, ob man die Netto- oder Bruttoanzahl der Immobilien misst. Unter den Immobilien, die wir erhalten, gibt es leider auch ab und zu Spam, und den wollen wir unseren Nutzern natürlich nicht zeigen. Ausserdem gibt es eine erhebliche Anzahl bereits verkaufter oder vermieteter Immobilien, die wir herausfiltern müssen. Diese Art “schlechte” Anzeigen zu finden ist konzeptionell jedoch relativ einfach.

Es gibt aber ein Problem, das wesentlich komplizierter zu lösen ist. Da wir Anzeigen von vielen verschiedenen Quellen haben, kommt es häufiger vor, dass es von ein und der selben Immobilie mehrere Anzeigen gibt. Diese Duplikate herauszufiltern ist oft nicht einfach, da die Immobilie verschiedene Beschreibungen oder leicht unterschiedliche Adressen haben kann. Das liegt daran, dass die Daten von verschieden Quellen sich häufig unterscheiden. Quelle A kann zum Beispiel der Meinung sein, dass eine bestimmte Immobilie verpachtet wird, während Quelle B behauptet, die Immobilie wäre zu verkaufen. Mit unvollständigen und/oder widersprüchlichen Informationen ist es nicht immer klar, welche Anzeigen Duplikate sind. Und natürlich ändert sich andauernd das Immobilien-Universum, mit dem wir es zu tun haben, indem Häuser und Wohnungen gekauft und verkauft werden.

Sie denken jetzt vielleicht, dass eine mögliche Lösung für das Problem die Bilder sind, die die Immobilie zeigen. Dies funktioniert manchmal, aber selbst wenn die Original-Aufnahme die selbe ist, können sich die Bilder trotzdem in Größe, Ausschnitt, Schärfe oder Bildqualität unterscheiden. Für einen Computer sind diese Bilder dann völlig unterschiedlich, auch wenn sie für Menschen eindeutig als Duplikat erkennbar sind. Hier sehen Sie einige Beispiele:

Duplikat oder nicht?

Duplikat oder nicht?

Aber seien Sie beruhigt, liebe Immobiliensucher, wir verbessern ständig das System von Nestoria, um alle Duplikate zu finden und Ihnen nur relevante Ergebnisse anzuzeigen, statt immer und immer wieder das selbe Haus in einer neuen Verpackung. Das heißt natürlich nicht, dass wir perfekt sind – wenn Sie noch eine Anzeige gefunden haben, die durch unsere Filter gerutscht ist, sagen Sie uns bescheid.

Witz(w)orte im Irgendwo

Die Suche nach Immobilien im Irgendwo hat sich – zumindest hier im Nestoria Büro – zum Nummer 1 Zeitvertreib entwickelt. Dabei sind wir auf einige Interessante Orte und Ansiedlungen in Deutschland gestoßen, die wir den werten Lesern unseres Blogs natürlich nicht vorenthalten wollen.

Als erstes Witzwort lief uns die Bunte Kuh ( hier geht’s zu den Immobilien in Buntekuh) über den Weg. Als wir uns dann an die Häufigkeit tierischer Ortsnamen gewöhnt hatten, lieferte die Suche nach dem Irgendwo neue Überraschungen aus dem Bereich der Körperteile: Häuser in Bösgesäß zum Beispiel. In diesem Zusammenhang erinnerte sich einer unserer Praktikanten daran, als Kind im unschuldigen Hausen a. A. gewohnt zu haben – die Deutung der zwei alleinstehenden Buchstaben überlassen wir dem geneigten Leser.

Eine weitere gute Quelle für interessante Ortsnamen in Deutschland ist die Liste der Suchanfragen, die täglich in die Nestoria Suchmaske eingegeben werden. Wenn jemand nach Häusern zum Kauf in Amerika oder Immobilien in Rom und Wohnungen in Prag könnte man fälschlicherweise meinen, das Prinzip der deutschlandweiten Immobiliensuchmaschine sei missverstanden worden. Diese liefern aber genauso wie die Suche nach eher alltäglichen Begriffen wie Regenmantel oder Lederhose durchaus sinnvolle Suchergebnisse. Apropos Lederhosen… Hier ein Bild von unserem letzten Team Day:

Team day 2008

In dieser Lederhose sollte man vielleicht nicht wohnen...

Immobilien gibt es außerdem auch in: Faulebutter, Ekel, Elend, Sorge und Grünkraut. Natürlich sind Osten wie Westen und Norden wie Süden (bei Nordstrand) vertreten.

Und wenn Sie keine Zeit haben, um sich über Ortsnamen lustig zu machen, bleibt wohl nur noch dieser Link.

Geteilte Suche ist bessere Suche

Eine der größten Herausforderungen für uns bei Nestoria besteht darin, eine überzeugende Immobiliensuche bereitzustellen, die einerseits einfach, schnell und korrekt ist und andererseits die vielen Details berücksichtigt, die bei einem komplizierten Thema wie Immobilien vorhanden sind. Hier geht es nicht nur darum, die Immobilien und Suchwerkzeuge auf die richtige Art und Weise darzustellen. Auch andere Werkzeuge, die bei der Immobiliensuche eine Rolle spielen, müssen berücksichtigt werden. In einer Gesellschaft, die immer digitalisierter wird, benötigen die Leute ihre Daten in mehr und mehr verschieden Formaten. Sie könnten zum Beispiel ihre Suchergebnisse über GeoRSS, KML oder GPX erhalten wollen oder die Ergebnisseite von Nestoria per E-Mail an einen potenziellen Mitbewohner verschicken wollen. Eventuell wollen auch einige die Suchergebnisse auf der OpenStreetMap sehen.

Um diese ganzen Formate anbieten zu können ohne die Suche für andere Nutzer unübersichtlich zu machen, gibt es bei Nestoria seit einigen Tagen wieder eine neue Funktion: Die virale Bookmark-Leiste. Hier kann das Suchergebnis von Nestoria in alle möglichen Formate exportiert werden, verschickt werden oder als Lesezeichen gespeichert werden.

Die Bookmark-Leiste

Die Bookmark-Leiste

In Deutschland gibt es ausserdem eine Reihe sozialer Online-Netzwerke, die mittlerweile eine wichtige Rolle bei der Online-Kommunikation spielen. Auch hierfür gibt es Funktionen in der neuen Leiste. Das größte der sozialen Netzwerke in Deutschland, Studi-, bzw. Schüler-, bzw. Mein-VZ bietet leider noch keine Funktion zum verschicken von externen Seiten oder gar zum erstellen von Anwendungen an. Bei dem internationalen Konkurrenten Facebook ist dies ganz anders. Dort können, seit einiger Zeit auch auf Deutsch, Anwendungen aller Art erstellt werden und Seiten, Bilder und Videos verschickt werden. Da stellt sich die Frage, ob deutsche Online-Dienste auf Dauer gegen internationale Größen ankommen können. Schließlich lohnt sich der Aufwand zum Erstellen solcher Funktionen wesentlich mehr, wenn diese auf der ganzen Welt benutzt werden.

Alle Funktionen der neuen Leiste

Alle Funktionen der neuen Leiste

Bei den beiden ‘Social Bookmarking’-Diensten Mister Wong und Delicious gibt es, was die Funktionen angeht, wesentlich geringere Unterschiede. Beide sind zum Teilen von Links geeignet, bzw. genau für diesen Zweck vorgesehen. Delicious ist hier etwas zweckorientierter und haupt-sächlich ein Bookmarking-Tool, während das deutsche Mister Wong auch in Richtung Social Networking tendiert. Bei beiden gibt es jedoch die Möglichkeit, Netzwerke zu erstellen, Freunde hinzuzufügen und so mit anderen Nutzern zu kommunizieren. Waehrend Mister Wong aus dem deutschen Markt ausgebrochen ist und mittlerweile in allen möglichen Sprachen existiert, gibt es Delicious (noch?) nicht auf Deutsch.

Egal welche dieser Dienste ihr benutzt, findet ihr unsere neue Bookmark-Leiste oben rechts unter dem Suchfeld. Einfach anklicken und schon sind alle Funktionen, schön geordnet, für euch da. Probiert sie aus und schickt uns eure Kommentare, Vorschläge und Ideen. Wir freuen uns immer über eure Anregungen.

Ein großes Dankeschön geht außerdem an die Leute hinter der Yahoo! User Interface (YUI) library, die das Gestalten von solchen Benutzeroberflächen so einfach machen.