Monthly Archive for Oktober, 2009

Die Auswirkungen der Winterzeit auf Besucherverhalten

Seit dem letzten Sonntag ist der Winter wieder ein Stückchen näher gerückt, die Tage scheinen noch kürzer und die dunkle Jahreszeit beginnt. Die Zeitumstellung auf Winterzeit bedeutet, dass es zwar morgens früher hell wird, dafür aber schon ab 17 Uhr die Nacht beginnt. Was viele nicht wissen: Die Winterzeit ist eigentlich “Normalzeit”. Die Sommerzeit wurde in Deutschland erstmals während des Ersten Weltkriegs eingeführt um während der längeren Tage im Sommer Energie zu sparen und die hellen Stunden besser auszunutzen.

Mit der Zeitverschiebung verändert sich auch unser Tagesrhytmus. Dies lässt sich anhand der Nutzung von Webseiten relativ genau messen. Auf Nestoria.de verschoben bis zu 10% der Nutzer den Anfang und das Ende ihres Besuchs im Vergleich zur Vorsonntag um eine Stunde.

grafik

Die zusätzliche Stunde, die durch die Umstellung am Sonntag entstand, führte jedoch nur zu einem geringen Anstieg der Besucherzahlen: Für alle vier Nestoria Seiten zusammengefasst konnten lediglich 2% mehr Besucher verzeichnet werden. Das lässt vermuten, dass die Extra-Stunde nicht im Internet, sondern eher im Bett verbracht wurde. Die Winterzeit scheint sich also nicht wesentlich auf die Besucherzahlen einer Webseite auszuwirken.

Weitere Informationen und eine detaillierte Analyse finden sich im Internet bei Archive.org.

Nestoria beim BarCamp London

Letztes Wochenede fand das BarCamp London 7 statt, das Nestoria dieses Jahr als Sponsor unterstützte.

Für alle die nicht dort sein konnten, hier die Slideshow zum Vortrag von Ed, der das Projekt Where-Can-I-Live vorgestellt hat.

Wo soll ich hinziehen – auch für Erstsemester!

Das Semester hat ja nun schon vor einer Weile begonnen und nachdem die Einführungsveranstaltungen vorbei sind und man schon ein paar Kommilitonen kennengelernt hat, beginnen sich die ersten WG-Pläne zu verfestigen.
Aus diesem Anlass möchte ich nochmal auf die Seite Wo soll ich hinziehen? hinweisen. Denn man kann diese natürlich auch dazu benutzen, eine Wohnung in der Nähe der Uni zu finden.

Für Studenten der FU-Berlin z.B bietet es sich an in der Nähe der Station Ostkreuz zu leben – nicht nur beträgt die Anfahrtszeit zum Hauptgebäude dann nur max. 40 min., man wohnt auch Mitten im Friedrichshain, einem Viertel das bei Studenten sehr beliebt ist.

Das funktioniert natürlich auch für Studenten der LMU München oder den Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Denn je kürzer die Anfahrt zur Uni, desto mehr Zeit bleibt für den Rest vom Studentenleben … In diesem Sinne: Schönes Wochenende!

Interaktive Karten selber erstellen

UMapper ist eine Online-Anwendung mit der jeder einfach Karten anfertigen kann, die dann in eine Webseite eingebunden werden können.

Das hört sich zunächst nicht besonders aufregend an. Das besondere ist aber, dass man mit Hilfe von UMapper neuerdings aus jedem Bild eine interaktive Karte machen kann – und zwar innerhalb von Minuten. Einfach ein beliebiges Bild hochladen, es muss noch nicht einmal eine Karte sein. Es stehen auch Vorlagen zur Verfügung u.a. OpenStreetMap und CloudMade Karten. Mit dem Editor kann man dann Marker setzen, die beim Mouseover Informationen anzeigen oder Bereiche hervorheben:

Das alles ist sehr nützlich, doch auch für Spaß ist gesorgt: Mit minimalem Aufwand kann man ein interaktives Quiz zusammenbasteln (hier GeoDart genannt). Ich habe das mal ausprobiert, hier das Ergebnis:

Für die fünf Fragen habe ich ca. 10 Minuten gebraucht. Da man ja alles hochladen kann sollte es eigentlich auch möglich sein, ein Quiz aus anderen Sachen als Karten  zu machen, zum Beispiel eins wo man bestimmte Bildelemente finden muss.

UMapper läuft momentan noch als Beta, sieht aber jetzt schon vielversprechend aus!

Australier gesucht!

Der Winter kommt und uns zieht es in den Süden – Nestoria plant in der nahen Zukunft eine Immobiliensuche für Australien.

Daher suchen wir für unser Büro in London jemanden aus Australien, der/die Lust hat unser internationales Team mit einem weiteren Dialekt zu bereichern. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das eine Chance ist die man sich nicht entgehen lassen sollte! Alles weitere hier.

kangaroo

Erste eigene Wohnung gesucht? Bald bei Nestoria.com.au!

Nestoria Team Day 2009

Der alljährliche Nestoria Team Sommerausflug fand dieses Jahr gerade noch pünktlich zum Ende des Sommers statt. Dennoch hatten wir viel Glück mit dem Wetter – nachdem es am Tag zuvor wie aus Eimern gegossen hatte erwartete uns ein sonniger und relativ warmer Tag.

Was auch besser so war, denn unser Ausflug stand unter dem Motto “Überlebenstraining” und fand deswegen draussen statt.

Wir lernten schnitzen (ohne Fingerverlust), Feuer machen und bauten eine Jurte. Während ein Team eine hervorragende Suppe aus Kartoffeln und Wasserkresse und ein unglaublich fluffiges Brot zauberte, traten die anderen zum Feuer-Wettbewerb an. Teamkollege Rubén ist nun unser offizieller “Firestarter Champion 2009″.

Wir haben Feuer gemacht!

Jetzt bloss keine wertvollen Programmiererfinger verlieren!

Zeit das letzte Jahr Revue passieren zu lassen …

Zeit das letzte Jahr Revue passieren zu lassen …

Luftige, helle 1-Zi. Whng, EG, interessanter Schnitt, mit direktem Zugang zum Garten.

Luftige, helle 1-Zi. Whg, EG, interessanter Schnitt, mit dir. Zugang z. Garten.

Wir hatten wirklich viel Spass in der Wildnis und sind nun bereit den Herausforderungen des neuen Jahres voller Zuversicht entgegenzutreten.

Danke an alle unsere Partner, auf dass das nächste Jahr ebenso erfolgreich weitergeht!

Und für alle, die jetzt Lust bekommen haben Teil unseres kleinen aber feinen Teams zu werden – wir haben noch was frei!

Neuer Partner Map24

Wir freuen uns diese Woche einen neuen Partner bekannt zu geben: Map24.de. Ab sofort kann jeder Nutzer des kostenlosen Routenplaners direkt von der Startseite aus nach Immobilien suchen.Das sieht dann so aus:

Map24

Die Objekte erscheinen auf der Map24 Karte als Nestoria-Häuser und als Liste.

Wir heißen Map24 herzlich willkommen und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit!

Interview mit Andreas Bogen von Opportuno

Der Oktober hat begonnen und es wird Zeit für ein neues Interview.

Diesen Monat interviewen wir Andreas Bogen, einen der Geschäftsführer von Opportuno, der Job-Suchmaschine für Deutschland.

opportuno

1. Hallo Andreas! Ihr bei Opportuno macht für Stellenangebote was Nestoria für Immobilien macht – ihr findet Stellenangebote im Internet und stellt sie übersichtlich auf eurer Seite dar.
Kannst du unseren Lesern kurz erklären was Opportuno ausmacht und wie ihr auf die Idee gekommen seid, eine Suchmaschine für Stellenangebote anzubieten?

Die ersten Ideen für Opportuno entstanden vor ca. 5 Jahren. Uns ist damals aufgefallen, dass man auf Firmenwebsites meist viel mehr Stellenangebote findet als in den gängigen Jobbörsen. Zunächst haben wir ein kleines Tool für den Eigenbedarf entwickelt, das die Stellenangebote von mehreren Firmenseiten in einer Suche zusammenfasst. Aus diesem Hobbyprojekt wurde in den letzten Jahren eine ausgereifte Suchmaschine. Heute durchsuchen wir über 1.500 Firmenwebsites und Jobbörsen nach Jobs, wobei Firmenseiten nach wie vor unsere Spezialität sind. Wir können fast jede Website in kurzer Zeit anbinden und crawlen auch Daten aus dem sog. “Deep Web”, das für herkömmliche Suchmaschinen unerreichbar ist.

2. Ihr seid in Deutschland ansässig. Man hört ja oft, dass es für IT Start-ups in Deutschland nicht unbedingt einfach ist. Wie nehmt ihr das wahr?

Fakt ist: die USA bieten einige unbestreitbare Vorteile für Internet-Startups. Ein homogener Markt von 300 Mio Menschen mit nur einer Sprache, einem Rechtssystem und einer Medienlandschaft erlaubt Skaleneffekte, von denen wir nur träumen können. Dementsprechend fallen Finanzierungen und Erlöse auch um einiges größer aus als in Deutschland. Und mit prall gefüllten Kassen lassen sich größere Risiken eingehen und ausländische Märkte leichter erobern. Das soll jedoch nicht heißen, dass der Standort Deutschland unattraktiv wäre. Gerade in unserer Branche gibt es viele nationale Eigenheiten, die einer globalen “one size fits all” Strategie entgegenstehen. Gleichzeitig ist Deutschland groß genug, um auch hier zu wachsen. Wer mit seinem Startup die Welt verändern möchte, ist aber vermutlich im Silicon Valley besser aufgehoben.

3. Was ist deiner Meinung nach wichtiger für eine Suchmaschine, der Inhalt der Datenbank oder die visuelle Darstellung der Ergebnisse?

Beides ist wichtig. Wenn die Darstellung schlecht ist, wird niemand die verborgenen “Schätze” entdecken – egal wie gut die Datenbank ist. Ein elegantes Interface kann auf der anderen Seite keinen guten Content ersetzen. Die Qualität der Datenbank ist dabei nicht zu verwechseln mit der Quantität. Einige Jobsuchmaschinen werben mit der schieren Größe ihres Indexes. Diese Zahl lässt sich jedoch leicht manipulieren und sagt nichts über die Qualität der Daten aus. Cuil hatte angeblich auch einen größeren Index als Google…

4. Yahoo und Microsoft schicken sich ja grade an Google Druck zu machen, indem sie sich zusammengeschlossen haben. Gleichzeitig entstehen immer mehr vertikale Suchmaschinen wie Nestoria und Opportuno, die sich auf bestimmte Themen spezialisieren. Wie siehst du diese Entwicklungen?

Google ist mit einem geschätzten Marktanteil von über 90% in Deutschland ganz klar der Gatekeeper, an dem niemand vorbeikommt. Egal ob Onlineportal, Nachrichtenseite oder vertikale Suchmaschine, jeder ist abhängig von Google. Diese Abhängigkeit ganzer Branchen von einem einzigen Unternehmen birgt enorme Risiken. Insofern begrüßen wir den Vorstoß von Yahoo und Microsoft, auch wenn sich in naher Zukunft nicht viel an den Kräfteverhältnissen ändern wird.

5. Was sind die interessantesten Entwicklungen oder Applikationen momentan im Internet? Was fehlt dir, was muss noch erfunden werden?

Unser besonderes Interesse gilt natürlich den Stellenmärkten. Hier sehen wir zwei Trends, die den Markt langsam aber stetig verändern: zum einen werden Suchmaschinen, sowohl allgemein als auch vertikal, als Trafficquellen immer wichtiger. Zum anderen drängen Businessnetzwerke wie Xing und LinkedIn mit eigenen Stellenmärkten in den Markt. Es gibt also auf der einen Seite einen Trend zur breiten Streuung über Suchmaschinen, auf der anderen Seite zur gezielten Kandidatenansprache in der geschlossenen Welt der Businessnetzwerke. Spannend wird die Verknüpfung dieser zwei Trends, die bislang noch niemand erfolgreich umgesetzt hat.

Außerhalb des Jobmarktes finde ich vor allem die Entwicklungen im Mobile Commerce Bereich interessant. Ich warte noch auf ein Handy mit Barcode-Scanner, das mir wirklich einfach und zuverlässig zu jedem beliebigen Produkt Preise, Tests, Erfahrungsberichte, Nährwertangaben (bei Lebensmitteln) und den günstigsten Anbieter in meiner Nähe anzeigt. Es gibt bereits erste Applikationen, die in diese Richtung gehen. Reif für den Massenmarkt sind diese allerdings noch nicht.

20 Jahre Mauerfall

20 Jahre Mauerfall! Zwei Jahrzehnte! Kaum zu glauben, dass es schon so lange her ist.

Dennoch trifft man immer noch an unerwartenen Orten auf Spuren der DDR. Der Architekt Mark Aretz entdeckte Anfang dieses Jahres in Leipzig in Zuge von Renovierungsarbeiten eine Wohnung, die noch in demselben Zustand ist wie ca. 1989, als ihr Bewohner sie fluchtartig verlassen haben muss. Von Alubesteck bis hin zur Vita-Cola war alles vorhanden, in dieser Wohnung blieb die Zeit 20 Jahre stehen.

Natürlich wird dieses Jubiläum zum diesjährigen Tag der deutschen Einheit gebührend begangen (obwohl die Wiedervereinigung ja erst 19 Jahre alt ist und der Mauerfall erst im November 20-jähriges hat).
Vor allem in Berlin wird u.a. mit einer großen Festmeile am Brandenburger Tor und einer Performance der französischen Straßentheater-Compagnie Royal de Luxe gefeiert. “Die Riesen kommen – ein Märchen für Berlin” ist eine mehrtägige Show, die an verschiedenen Orten in der Stadt stattfindet. Mithilfe von riesigen Marionetten wird eine Geschichte erzählt, die speziell für den Anlass entwickelt wurde und von einer Wiedervereinigung handelt.





Ich kann nur jedem der die Möglichkeit hat dort zu sein empfehlen sich das nicht entgehen zu lassen, es sieht wirklich nach einer einmaligen und bezaubernden Erfahrung aus.

Ich wünsche allen einen schönen Tag der deutschen Einheit!