Monthly Archive for November, 2009

Webseiten-Analyse und Datenschutz

Wie Die Zeit berichtete sind Datenschützer in Deutschland der Meinung, dass die Verwendung von Google Analytics nach deutschem Recht unzulässig sein könnte. Zusammengefasst geht es dabei wohl vor allem um die Tatsache, dass Google mit diesem weit verbreiteten Instrument theoretisch in der Lage dazu wäre, Nutzerdaten großflächig zu sammeln und analysieren. Viele Internetseiten verwenden Google Analytics, dadurch konzentriert sich auf diese eine Firma potenziell immer mehr Einfluß.

Doch zunächst muss man festhalten, dass es hier um eine theoretische Möglichkeit geht. Bisher ist auch in den Lizenzbedingungen von Google festgelegt, dass eine Erstellung von Profilen nicht stattfindet. Was Datenschützern Sorgen macht ist die Tatsache, dass Google diese Lizenzbedingungen jederzeit verändern könnte. Der Einwand ist durchaus berechtigt und ihn vorzubringen die Aufgabe dieser Verbände. Ob man so weit gehen sollte die Verwendung von Analytics generell zu verbieten ist jedoch eine andere Frage, denn bisher besteht noch kein Anlass einen Verstoß gegen Datenschutzbestimmungen zu vermuten.

Analysetools sind heutezutage für kommerzielle, aber auch für private Webseiten wie Blogs, unverzichtbar geworden. Es geht nicht darum willkürlich Daten zu sammeln, sondern die Qualität der Webseite zu messen um den Nutzern ein besseres Produkt anbieten zu können. Die Frage wie diese Daten eingestuft werden müssen dreht sich vor allem darum, ob eine IP-Adresse als personenbezogen angesehen werden muss. Wenn Daten über meine IP gesammelt werden, diese aber nicht mit meinem Namen verbunden wird, ist das ein Eingriff in meine Privatsphäre? Es entsteht so quasi ein “Geister-Ich”, eine anonyme Person, deren Internetprofil meinem entspricht, die aber nicht mit mir in der Realität in Verbindung gebracht werden darf. Ist die Privatsphäre meines Internet Alter Ego schützenswert? Schliesslich findet heute für viele ein nicht unerheblicher Teil ihres Lebens im Internet statt. Andererseits, wie sehr können mir diese Daten schon schaden wenn sie anonym sind?

Diese und viele andere Fragen in Bezug auf Datenschutz im Internet gilt es in den nächsten Jahren zu klären. Dabei werden immer verschiedene Interessen aufeinanderstoßen. Bis dahin werden wohl viele weiterhin das tun, was sie bisher (bewusst oder unbewusst) getan haben: Hoffen, dass die Seiten denen sie vertrauen dieses Vertrauen weiterhin verdient haben. Vor allem die Betreiber von Internetseiten sollten sich darüber klar sein, dass sie sich vor ihre Nutzer stellen müssen die oft nicht eingehend mit der Materie bekannt sind. Ihnen fällt auch die Verantwortung zu genau zu prüfen, was in den Lizenzbestimmungen solcher Dienste steht und sich im Zweifelsfalle gegen sie zu entscheiden. Unabhängig von der gesetzlichen Lage sollte es immer selbstverständlich sein, dass die Interessen der Nutzer im Vordergrund stehen. Und das sollte nicht allzu schwer fallen, schließlich gehören die meisten von uns selber auch zu dieser Gruppe.

Die Datenschutzbestimmungen von nestoria.de sind übrigens jederzeit hier zu finden.

Feedback und Meinungen sind wie immer willkommen, entweder in den Kommentaren oder über unser Kontaktformular.

Architektur und Design im Internet

Obwohl wir hier bei Nestoria uns ja für gewöhnlich mehr mit Technologie als mit Immobilien beschäftigen will ich heute mal eine Ausnahme machen. Wie viele Leute bin ich immer wieder erstaunt und entzückt was für Wohnideen andere Leute so haben. In letzter Zeit stolpere ich immer wieder über interessante Seiten die sich mit dem neuesten in Sachen Architektur und Design beschäftigen. Ein paar Fundstücke möchte ich hier der geneigten Leserschaft vorstellen.

1. WebUrbanist

WebUrbanist

Bei WebUrbanist gibt es immer wieder Bilder von Wohnungen und Häusern, wie z.B. hier vier interessant Inneneinrichtungen. Auch wenn die vielleicht nicht jedermanns Geschmack sind, Inspiriation für die eigene Wohnung oder das eigene Haus kann man hier immer finden.

2. freshome

freshome

Die Seite freshome legt eine stärkeren Fokus auf Architektur und Design. Hier findet man vor allem innovative Ideen wie dieses abgebildete Konzept für einen Marktplatz in Rotterdamm, aber auch oppulent gestaltete Inneneinrichtungen.

3. dornob

Picture 2

Auf dornob findet man die verrücktesten und unglaublichsten Ideen rund um Design genauso wie Architekturprojekte bei denen sich alles um ökologisches Bauen dreht oder Baumhäuser. Diese Seite ist eine meiner Lieblingsseiten, man findet immer etwas Neues und kann sich angucken wie andere Menschen so leben. Im oben gezeigten Fall handelt es sich um ein Erdhaus, das fast komplett in einem Hügel verschwindet. Aber auch dieses Haus in Japan, das mit Kieseln, Pflanzen und Lichthöfen die Grenze zwischen drinnen und draußen verschwinden lässt finde ich faszinierend.

Für alle, die wie ich gerne ab und zu in Architekturideen stöbern, lohnt es sich auf jeden Fall auf diesen Seiten vorbeizuschauen.

Mapstraction – Vortrag bei #Geomob

Gestern Abend fand in London ein #Geomob Meetup statt, ein Treffen für Geo/Mobile Entwickler. Ed hat dort einen Vortrag über Mapstraction gehalten, eine Open-Source Javascript Library die von Nestoria gesponsort wurde.

Hier die Slideshow zum Vortrag:

Mapstraction
View more documents from lokku.

Allen ein schönes Wochenende!

Neue Suchmaschine – Leapfish

Vor einer Weile las ich im Internet von einer neuen Suchmaschine, die vor allem damit wirbt in Echtzeit zu suchen und sich auf die sozialen Aspekte des Internets zu konzentrieren. Immer dran interessiert was in Bereich Suchmaschinen passiert habe ich mir Leapfish angeguckt und muss sagen, dass ich es gar nicht mal schlecht finde. Die Suchergebnis-Seite für “nestoria” zum Beispiel zeigt neben den Hits auch eine Beschreibung von TechCrunch an:

leapfish

In anderen Fällen werden auch Ergebnisse von z.B. Digg in der Seitenleiste angezeigt. Interessant ist auch, dass man auswählen kann ob die Suchergebnisse von Google, Yahoo oder Bing kommen sollen.

Was die Echtzeit-Suche betrifft scheint damit vor allem Twitter gemeint zu sein. Die Ergebnisse bestehen jedenfalls nur aus Twitter Nachrichten, ausserdem wird nur eine Seite angezeigt – ist alles andere zu alt und damit nicht mehr frisch genug für “Echtzeit”? Ausserdem werden auf der Seite auch die aktuellen “Trending Topics” aus Twitter angezeigt. Weitere Such-Kategorien sind u.a. Bilder, Videos und Blogs.

Ingesamt sieht die Seite recht schick aus, wenn auch vielleicht stellenweise etwas unübersichtlich, vor allem die Startseite ist sehr vollgepackt. Wirklich super ist allerdings das Marketingvideo, sehr monumental ;-) .

Finsdorf, Juwel der Heide

In England sind alle auf der Suche nach der Stadt Argleton in Lancashire, die zwar auf GoogleMaps auftaucht aber in der Realität nicht zu finden ist.

argleton

Es handelt sich wohl um einen Fehler in den Kartendaten von Google, der im Internet in den letzten Tagen für sehr viel Spass gesorgt hat.

In Deutschland dagegen wird kurzerhand ein Dorf erfunden, um Werbung für eine Fernsehserie zu machen.

Finsdorf ist der Schauplatz der neuen Staffel von “Stromberg”, der deutschen Version der britischen Serie “The Office”. Um die vierte Staffel zu bewerben wurden eine Webseite und mehrere Werbevideos für das fikitive Dorf produziert.

Gedreht wurden die Szenen im Frühjahr in Bornheim/NRW. Für alle, die jetzt von einem Leben in diesem “Juwel der Heide” träumen – wir sind stets zu Diensten!

20 Jahre Mauerfall

Heute vor 20 Jahren fiel die Berliner Mauer  und läutete damit das Ende der DDR ein. Unglaublich, wie lange das schon her ist und wie viel sich inzwischen verändert hat.

Bei einem Spaziergang durch Berlin muss man heute an viele Stellen schon sehr genau hinsehen um die Überreste der Teilung zu erkennen. Nur wer mit offenen Augen durch die Stadt geht und ein wenig Bescheid weiß bemerkt, dass z.B. der Grünstreifen entlang der Bernauer Strasse im Prenzlauer Berg weniger als Naherholungsgebiet geplant wurde, sondern es sich um die Überreste des sogenannten “Todesstreifen” handelt.

Doch auch in den ehemaligen Westgebieten hat sich viel verändert. SO36, benannt nach der alten Postleitzahl (Süd-Ost 36) wird der Teil Kreuzbergs genannt, der früher zwischen Treptow und der Spreegrenze zum Friedrichshain zwischen zwei Ostbezirken relativ isoliert war. Umgeben von der Mauer war dies der weniger schicke Teil Kreuzbergs, wo sich Hausbesetzer, Punks und Bundeswehrflüchtlinge aus dem Westen zusammen mit türkischen Gastarbeitern niederließen. Die Häuser waren heruntergekommen, die Mieten niedrig, durch die Lage galt die Gegend als unattraktiv. Nun, 20 Jahre später, ist dies eine der beliebtesten Lagen der Stadt, vor allem junge Leute zieht es hierher. Dies macht sich auch an den Mietpreisen bemerkbar, die in den letzten Jahren enorm angestiegen sind.

Was für Kreuzberg 36 galt, galt auch für ganz Berlin – die isolierte Lage machte die Stadt für viele Mensche unattraktiv. Nicht jeder konnte sich vorstellen dort zu leben. Inzwischen jedoch ist Berlin eine der beliebtesten Städte Europas, nicht nur Deutsche zieht es hierher, auch aus anderen Ländern kommen immer mehr Menschen, um für eine Weile “ Berliner Luft” zu schnuppern.

Heute findet rund ums Brandenburger Tor das “ Fest der Freiheit” statt, das von Thomas Gottschalk moderiert wird. Dort werden Musiker wie Bon Jovi und Paul van Dyk aber auch Politiker wie u.a. Michail Gorbatschow und Hans-Dietrich Genscher anwesend sein.

Für alle, die leider nicht dabei sein können gibt es im virtuellen Berlin in der Simulationswelt twinity eine Live-Übertragung der Feierlichkeiten am Brandenburger Tor.

Immobiliensuche powered by Nestoria bei GoYellow.de

Wieder können wir einen neuen Partner bei Nestoria begrüßen!

Seit dieser Woche können Nutzer des Internet-Auskunftsdienstes GoYellow auf der Webseite auch nach Immobilien in ganz Deutschland suchen – powered by Nestoria:

GoYellow

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unserem neuen Partner. Herzlich willkommen und auf eine weiterhin erfolgreiche Zukunft!

Interview mit Kai Bösel von motoso.de

Auch im November gibt es wie immer ein Interview. Wir haben diesen Monat Kai Bösel vom Internet-Marktplatz motoso.de ein paar Fragen gestellt.

Kai Bösel, Geschäftsführer von motoso.de

Kai Bösel, Geschäftsführer von motoso.de

1. Bei motoso.de geht es um alles rund um’s Auto. Bitte erklär unseren Lesern doch kurz was sie bei motoso erwartet.

motoso.de ist ein Marktplatz für Neu- und Gebrauchtwagen, Ersatzteile, Zubehör und Kfz-Service.
Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, die zentrale Anlaufstelle für alle Belange des “mobilen” Lebens zu sein und jedem Interessierten und Suchenden weiterzuhelfen, indem wir Angebot und Nachfrage zusammenführen.
Über unsere teilnehmenden Autohändler, Kfz-Werkstätten, Autoverwerter und Online-Shops bieten wir derzeit über 250.000 Fahrzeuge, über 5 Mio. neue und gebrauchte Ersatzteile, Zubehör und Tuning-Artikel sowie über 3000 gelistete Werkstattpartner.
Und eine Prise “Benzin im Blut” gibt es bei uns auch: In unserer Community “motoZone” betreiben wir einen Blog und es finden immer wieder spannende Aktionen und Promotions statt.

2. Wie seid ihr auf die Idee gekommen, einen Internet-Marktplatz mit dem Schwerpunkt Auto zu gründen? Seid ihr selber Autobastler oder Tuner?

Mein Gründungskollege Felix Jung und ich haben uns während unser gemeinsamen Zeit bei mobile.de kennengelernt.
Dort haben wir viel mit Internet-Autothemen zu tun gehabt und bemerkt, dass es fast ausschließlich Plattformen und Marktplätze für Fahrzeuge gibt.
Aus dem Grund sind wir 2004 mit motoso.de als erstem Internet-Marktplatz für Autoteile und Zubehör gestartet. 2006 haben wir den Bereich “Werkstatt & Reparaturen” ergänzt und erst Mitte 2008 kam durch die Übernahme des Portals autoanzeigen.de das Thema “Fahrzeuge” hinzu.
Schrauben selbst tun wir nicht – obwohl auch unsere eigenen Fahrzeuge (Chevy Van G10 Bj.’88, Mini Cooper Bj.’91 und Alfa Spider Bj.’91)  recht viel Hilfe benötigen. Aber immerhin wissen wir durch unseren Job, wen wir um Hilfe bitten können.

3. Wie wichtig ist Web 2.0. für euch? Nutzt ihr soziale Netzwerke für eure Seite?

Unser erster Schritt in’s Web 2.0 war unser eigener Blog unter motoblog.de, den wir mittlerweile auf unserem Marktplatz motoso.de eingegliedert haben.
Dort haben wir von unseren Messeauftritten, Motorsport-Events und aus der automobilen Szene berichtet .
Seit 2008 verlängern wir diese Themen auch in unsere Facebook-Fanpage und unseren Twitter-Account.
Auch wenn unsere heavy-User nicht unbedingt diese Kanäle noch nicht massiv nutzen, wollen wir hier “early bird” sein und die Interaktion mit unseren Nutzern suchen.
Außerdem können wir uns so als ehrliche, glaubwürdige und sympathische Marke positionieren, die weiss, was “automobil” abgeht.
Aktuell haben wir in unserer Rubrik “motoVIP” gerade 10 charmante Fragen rund um’s Auto von der aktuellen Miss Tuning beantworten lassen.
Insofern lohnt sich der Besuch der Website auch dann immer mal wieder, wenn man gerade kein Fahrzeug oder Autoteil sucht oder verkaufen möchte.

4. Was sind für dich die interessantesten Entwicklungen oder Applikationen momentan im Internet? Was fehlt dir, was muss noch erfunden werden?

Ehrlich gesagt sind für mich derzeit die vielen kleinen Spiele wie Farmville oder Mafia Wars auf Facebook eine interessante aber auch durchaus fragwürdige Entwicklung.
Ich habe mich bisher noch nicht für so eine Geschichte angemeldet, weil das aus meiner Sicht schlicht Zeitverschwendung ist.
Trotzdem gibt es derzeit nichts, was sich vergleichbar schnell entwickelt und User intensiv bindet.
Daher muss ich vielleicht mal drüber nachdenken, wie man sowas für motoso.de nutzen kann, ohne sich gleich als Kommerz-Bude eine blutige Nase bei den Usern zu holen.

5. Was sind eure Pläne für die Zukunft, in welche Richtung habt ihr vor euch zu entwickeln?

Unsere Investoren sind die 3 großen Tageszeitungsverlage WAZ, Holtzbrinck und Ippen, daher haben wir eine enge Zusammenarbeit mit über 100 Tageszeitungen in Deutschland.
Mit Hilfe dieser Zeitungen haben wir vor, on- und offline starke regionale Marktplätze zu etablieren.
Zwar ist der Wettbewerb der Online-Fahrzeugbörsen groß, aber wir schließen die Lücke zu Print durch die starke Verbindung mit den Tageszeitungen.
Darüber hinaus bieten wir eine umfassende O2P-Technik (Online to Print), mit der Inserate aus unserer Börse direkt in die Tageszeitungen eingebucht werden können.
Diese Tools und Partnerschaften werden wir 2010 ausbauen und vertiefen.
Darüber hinaus entwickeln wir neue hilfreiche Tools wie unsere Werkstattsuche, eMail-Suchaufträge, Werkstattbewertungen etc.

Zum Glück ist das Thema “Auto” krisensicher und immer ein Top-Thema aller Menschen, denn jeder möchte zu jedem Zeitpunkt seine Mobilität möglichst kostengünstig erhalten.
Und bei wem es für einen Neu- oder Gebrauchtwagen nicht reicht, der kann sein aktuelles Fahrzeug mit Hilfe unserer Teile oder Werkstätten auf der Straße halten.

Vielen Dank für das Interview und auch in Zukunft noch viel Erfolg mit motoso.de!