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Gute Nachrichten: Weniger Pageviews bei Nestoria!

Hier bei Nestoria freuen wir uns wenn unsere Pageviews (Seitenabrufe) zurückgehen. Der ein oder andere mag sich da verwirrt am Kopf kratzen, aber bei uns funktioniert eben manches anders.

Wir sind zuallererst eine Suchmaschine, und als solche geht es uns vor allem darum unseren Nutzern möglichst schnell und einfach das anzuzeigen, was sie suchen und sie dann weiterzuschicken. Je schneller ein Nutzer glücklich weiterzieht, desto weniger Pageviews generiert er. Deswegen: Weniger Pageviews = zufriedenere Nutzer.

Vor ein paar Wochen haben wir unserer Ergebnisseite ein neues Feature verpasst. Ohne jetzt zu sehr auf die technischen Details einzugehen: Ab sofort aktualisieren sich die Suchergebnisse automatisch, wenn die Karte bewegt oder die Regler verschoben werden. Dadurch müssen Nutzer noch weniger klicken und finden noch schneller was sie suchen.

Wir testen die Neuerung schon seit einer Weile, und bisher war das Feedback positiv. Wenn Sie eine Frage oder Anregung zur Neuerung haben möchten wir das natürlich auch hören.

Webseiten-Analyse und Datenschutz

Wie Die Zeit berichtete sind Datenschützer in Deutschland der Meinung, dass die Verwendung von Google Analytics nach deutschem Recht unzulässig sein könnte. Zusammengefasst geht es dabei wohl vor allem um die Tatsache, dass Google mit diesem weit verbreiteten Instrument theoretisch in der Lage dazu wäre, Nutzerdaten großflächig zu sammeln und analysieren. Viele Internetseiten verwenden Google Analytics, dadurch konzentriert sich auf diese eine Firma potenziell immer mehr Einfluß.

Doch zunächst muss man festhalten, dass es hier um eine theoretische Möglichkeit geht. Bisher ist auch in den Lizenzbedingungen von Google festgelegt, dass eine Erstellung von Profilen nicht stattfindet. Was Datenschützern Sorgen macht ist die Tatsache, dass Google diese Lizenzbedingungen jederzeit verändern könnte. Der Einwand ist durchaus berechtigt und ihn vorzubringen die Aufgabe dieser Verbände. Ob man so weit gehen sollte die Verwendung von Analytics generell zu verbieten ist jedoch eine andere Frage, denn bisher besteht noch kein Anlass einen Verstoß gegen Datenschutzbestimmungen zu vermuten.

Analysetools sind heutezutage für kommerzielle, aber auch für private Webseiten wie Blogs, unverzichtbar geworden. Es geht nicht darum willkürlich Daten zu sammeln, sondern die Qualität der Webseite zu messen um den Nutzern ein besseres Produkt anbieten zu können. Die Frage wie diese Daten eingestuft werden müssen dreht sich vor allem darum, ob eine IP-Adresse als personenbezogen angesehen werden muss. Wenn Daten über meine IP gesammelt werden, diese aber nicht mit meinem Namen verbunden wird, ist das ein Eingriff in meine Privatsphäre? Es entsteht so quasi ein “Geister-Ich”, eine anonyme Person, deren Internetprofil meinem entspricht, die aber nicht mit mir in der Realität in Verbindung gebracht werden darf. Ist die Privatsphäre meines Internet Alter Ego schützenswert? Schliesslich findet heute für viele ein nicht unerheblicher Teil ihres Lebens im Internet statt. Andererseits, wie sehr können mir diese Daten schon schaden wenn sie anonym sind?

Diese und viele andere Fragen in Bezug auf Datenschutz im Internet gilt es in den nächsten Jahren zu klären. Dabei werden immer verschiedene Interessen aufeinanderstoßen. Bis dahin werden wohl viele weiterhin das tun, was sie bisher (bewusst oder unbewusst) getan haben: Hoffen, dass die Seiten denen sie vertrauen dieses Vertrauen weiterhin verdient haben. Vor allem die Betreiber von Internetseiten sollten sich darüber klar sein, dass sie sich vor ihre Nutzer stellen müssen die oft nicht eingehend mit der Materie bekannt sind. Ihnen fällt auch die Verantwortung zu genau zu prüfen, was in den Lizenzbestimmungen solcher Dienste steht und sich im Zweifelsfalle gegen sie zu entscheiden. Unabhängig von der gesetzlichen Lage sollte es immer selbstverständlich sein, dass die Interessen der Nutzer im Vordergrund stehen. Und das sollte nicht allzu schwer fallen, schließlich gehören die meisten von uns selber auch zu dieser Gruppe.

Die Datenschutzbestimmungen von nestoria.de sind übrigens jederzeit hier zu finden.

Feedback und Meinungen sind wie immer willkommen, entweder in den Kommentaren oder über unser Kontaktformular.

Neue Suchmaschine – Leapfish

Vor einer Weile las ich im Internet von einer neuen Suchmaschine, die vor allem damit wirbt in Echtzeit zu suchen und sich auf die sozialen Aspekte des Internets zu konzentrieren. Immer dran interessiert was in Bereich Suchmaschinen passiert habe ich mir Leapfish angeguckt und muss sagen, dass ich es gar nicht mal schlecht finde. Die Suchergebnis-Seite für “nestoria” zum Beispiel zeigt neben den Hits auch eine Beschreibung von TechCrunch an:

leapfish

In anderen Fällen werden auch Ergebnisse von z.B. Digg in der Seitenleiste angezeigt. Interessant ist auch, dass man auswählen kann ob die Suchergebnisse von Google, Yahoo oder Bing kommen sollen.

Was die Echtzeit-Suche betrifft scheint damit vor allem Twitter gemeint zu sein. Die Ergebnisse bestehen jedenfalls nur aus Twitter Nachrichten, ausserdem wird nur eine Seite angezeigt – ist alles andere zu alt und damit nicht mehr frisch genug für “Echtzeit”? Ausserdem werden auf der Seite auch die aktuellen “Trending Topics” aus Twitter angezeigt. Weitere Such-Kategorien sind u.a. Bilder, Videos und Blogs.

Ingesamt sieht die Seite recht schick aus, wenn auch vielleicht stellenweise etwas unübersichtlich, vor allem die Startseite ist sehr vollgepackt. Wirklich super ist allerdings das Marketingvideo, sehr monumental ;-) .

Die Auswirkungen der Winterzeit auf Besucherverhalten

Seit dem letzten Sonntag ist der Winter wieder ein Stückchen näher gerückt, die Tage scheinen noch kürzer und die dunkle Jahreszeit beginnt. Die Zeitumstellung auf Winterzeit bedeutet, dass es zwar morgens früher hell wird, dafür aber schon ab 17 Uhr die Nacht beginnt. Was viele nicht wissen: Die Winterzeit ist eigentlich “Normalzeit”. Die Sommerzeit wurde in Deutschland erstmals während des Ersten Weltkriegs eingeführt um während der längeren Tage im Sommer Energie zu sparen und die hellen Stunden besser auszunutzen.

Mit der Zeitverschiebung verändert sich auch unser Tagesrhytmus. Dies lässt sich anhand der Nutzung von Webseiten relativ genau messen. Auf Nestoria.de verschoben bis zu 10% der Nutzer den Anfang und das Ende ihres Besuchs im Vergleich zur Vorsonntag um eine Stunde.

grafik

Die zusätzliche Stunde, die durch die Umstellung am Sonntag entstand, führte jedoch nur zu einem geringen Anstieg der Besucherzahlen: Für alle vier Nestoria Seiten zusammengefasst konnten lediglich 2% mehr Besucher verzeichnet werden. Das lässt vermuten, dass die Extra-Stunde nicht im Internet, sondern eher im Bett verbracht wurde. Die Winterzeit scheint sich also nicht wesentlich auf die Besucherzahlen einer Webseite auszuwirken.

Weitere Informationen und eine detaillierte Analyse finden sich im Internet bei Archive.org.

Nestoria API Version 1.15

Nachdem wir vor kurzem große Bilder für die Immobilienliste spendiert haben ist nun auch unsere API dran. Die Release Notes sind wie immer auf der API-Seite zu finden, meine Programmierer-Kollegen haben mich wissen lassen, dass wir jetzt sowohl eine kleine thumb_url als auch größere img_url unterstützen. Für Laien:

imagesapi

Dies geschieht auf Nachfrage von vielen Entwicklern die unsere API verwenden. Für unsere Suche ist die Zeit für große Bilder noch nicht gekommen – wir bemühen uns ständig die Ergebnisseite so klar und übersichtlich wie möglich zu halten deshalb dauern die Forschungsarbeiten noch an. A propos Forschung: alle die darüber nachdenken unsere API zu benutzen, aber noch Inspiration brauchen, sollten bei Gelegenheit mal bei Lokku Labs vorbeischauen, unserem Labor für experimentelle Projekte. An dieser Stelle seien auch nochmal jedem unsere Tools für Webmaster empfohlen, der einfachste Weg zu Nestoria Immobilienlisten.

Wir freuen uns immer über Feedback, wie man sieht kann daraus Innovation entstehen.

Größere Bilder in Wohnungslisten

Nachdem bei uns mehrere Anfragen eingegangen sind, haben wir unser Wohnungslisten-Tool für Webmaster angepasst: Ab sofort kann wer will die Liste auf seiner Seite mit größeren Bildern darstellen.

Für alle die dieses Tool noch nicht kennen: Wohnungslisten sind eine einfache Möglichkeit ausgewählte Immobilienanzeigen auf einer beliebigen Webseite anzuzeigen. Das Aussehen kann einfach angepasst werden.

Hier ein Beispiel mit großen Bildern:

Natürlich kann man nach wie vor noch kleine Bilder anzeigen. Wir hoffen, dass Sie viel Spaß mit diesem neuen Feature haben und freuen uns über Feedback.
Das wirft natürlich die Frage auf, ob demnächst auch auf Nestoria große Bilder in den Ergebnislisten zu sehen sein werden. Die Antwort auf diese Frage ist ein beherztes “Jein”. Vielleicht. Mal sehen. Die Zukunft wird es zeigen.

Die Zähmung der Daten

Daten sind die Grundlage des Internets und wie Daten am Besten abgerufen und dargestellt werden ist die große Herausforderung der jedes Unternehmen das im Internet arbeitet gegenübersteht.
Bei Nestoria haben wir Datenbanken die prall mit Immobilienangeboten gefüllt sind. Unsere Hauptaufgabe besteht jedoch darin, diese Daten möglichst einfach für unsere Nutzer abrufbar zu machen, denn Daten die nicht gefunden werden können auch keinem Nutzen. Dazu erheben wir selber Daten, die uns darüber Aufschluss geben sollen, was unsere Nutzer tatsächlich suchen, was sie finden und uns Anstösse geben wie sie noch schneller zu Ergebnissen kommen können.

Die Darstellung von Daten wird bei der Menge an Informationen die inzwischen gesammelt werden können immer wichtiger. So ist in den letzten Jahren ein relativ neues Feld entstanden: Data Visualization oder Informationsvisualisierung. Durch neue Technologien werden die Informationen zudem immer genauer: Wenn eine Visualisierung Flugzeuge über einem Land anzeigt dann, sind das nicht mehr nur statistische Daten, sondern tatsächliche Flugzeuge, die mit GPS ausgestattet sind und sich so genau nachverfolgen lassen. Es entstehen nicht nur Torten- und Balkendiagramme, sondern mitunter Animationen und Filme, die auch für Laien interessant sind. Einige davon möchte ich hier vorstellen.

Blockbuster visualisiert
Filme 1986-2008

Bei der NY Times findet sich eine interaktive Grafik, die die Einnahmen an den Kinokassen von 1986-2008 zeigt. Hier lässt sich zum Beispiel auf einen Blick feststellen, dass a) die Anzahl der Filme die 250-862 Mio. $  einspielen sich seit den 80ern signifikant erhöht hat und dass b) diese Filme dieses Geld in weit kürzerer Zeit einnehmen und eine kürzere Lebensdauer im Kino haben.
Ähnliche interaktive Grafiken zeigen, womit US-Amerikaner ihren Tag verbringen und wie sich die Essgewohnheiten der Briten in den letzten 30 Jahren verändert haben. Daten werden auf eine ansprechende Art aufbereitet und durch die Interaktivität bleibt es bis zu einem gewissen Grad dem Betrachter überlassen, wie Tief er einsteigen oder welche Daten er betrachten möchte.

Britain From Above / BBC
Der britische Fernsehsender BBC hat im August 2008 eine Fernsehreihe gesendet, die Großbritannien von oben erforscht. Unter anderem visualisieren aufwändige Animationen Informationen über das Leben in Großbritannien. Im folgenden Ausschnitt wird gezeigt, wie das Telefonnetz der Insel im Laufe des Tages ausgelastet ist. Dabei ist vor allem die Höhe der Auslastung in Bezug auf Regionen und Zeit interessant.


( weitere Clips bei YouTube)

Eat Local – Visualisierte Daten animiert
In diesem Videoclip aus Kanada, der dazu aufruft lokal hergestellte Lebensmittel zu kaufen, wird der Kontext der Daten noch deutlicher hervorgehoben, indem sie durch Lebensmittel dargestellt werden. Wenn für jede Birne die exportiert wird 700 Birnen importiert werden, und diese im Film vom Himmel fallen, wird das Mengenverhältnis viel anschaulicher. Gleichzeitig ist der Film so liebevoll gestaltet, dass er schon fast ein Kunstwerk ist.

Datenkunst
Dass Daten eben auch Kunst sein können beweisen Jonathan Harris und Sep Kamva, deren Projekt I Want You To Want Me 2008 vom Museum of Modern Art in New York in Auftrag gegeben wurde. Sie visualisieren die Daten verschiedener Online-Dating Dienste dar, die vom Besucher interaktiv betrachtet werden können. Jeder Ballon steht für ein Benutzerprofil, rosa für Frauen, blau für Männer.

Wohin mit der Information?
Bei der Flut von Daten die heute zur Verfügung stehen, und mithilfe von Computern die diese Menge bewältigen können, geht es in Zukunft vor allem darum, diese Daten zugänglich zu machen, sie zu interpretieren und die Schlussfolgerungen so darzustellen, dass sie möglichst einfach verstanden werden können. Natürlich ist diese Interpretation bis zu einem gewissen Grad immer gefärbt, aber auch bei herkömmlichen Abbildungsarten ist das nicht anders.

Data Visualization ist ein gutes Mittel um grosse Mengen an Daten anschaulich zusammenzufassen und wird sicherlich in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen.

Redefreiheit – Volltext-Suche in Immobiliendatenbanken von Lokku Labs

Suchmaschinen wie Google oder Bing sind wie Schweizer Taschenmesser: sie erkunden nicht nur neue Webseiten und Dokumente im Internet, sie rufen sie ab, indizieren sie und bieten Nutzern dank ihren Volltext-Suchfähigkeiten effizienten Zugang zu Information. Volle (oder freie) Textsuche ist eine Methode, die es ermöglicht Wörter und Wortketten in Dokumenten oder Datenbanken zu finden. Im technischen Jargon werden die Dokumente die als Ergebnis einer Suche gefunden werden “Treffer” genannt.
Im Gegensatz zu den allgemeinen Suchmaschinen grenzen die meisten Immobilien-Suchmaschinen durch spezifische Eingabefelder das Nutzerverhalten ein. Die Suche wird durch Felder wie Ort, Preis und andere Kriterien gegliedert, zum Beispiel:

  • Art der Immobilie: Haus oder Wohnung
  • Ausstattung: Zimmer, Badezimmer
  • Attribute wie Garten, Balkon, Parkplatz, Garage etc.

Wir bei Lokku Labs haben und daran gemacht eine Volltext-Suche unserer umfangreichen Immobilien-Datenbank zu ermöglichen. Unsere Prototypen (Gartoo.de) wurden durch Anfragen wie “ Anbindung Flughafen Frankfurt” und “ Altbau Stuck Berlin” getestet.
Die Ergebnisse des Pilotprojekts sind sehr positiv. Es gelingt uns Treffer für viele interessante Anfragen rund um die Immobilien und Ortsangaben zu erzeugen. Die Herausforderung besteht darin, zu verstehen was die Anfrage bedeutet und die Angebote nach Relevanz für die Suchanfrage zu sortieren. Zum Beispiel ist die Suchanfrage “Häuser zu mieten in Verkauf” ein Fall an dem das gewöhnliche Verständnis von Sprache scheitert. Unsere Aufgabe endet nicht mit dem Sortieren der Ergebnisse, wir werden Suchen die keine zufrieden stellenden Ergebnisse produzieren analysieren um unsere Algorithmen entsprechend anzupassen.
Neben der neuen Suchtechnologie experimentieren wir auch mit einem extrem einfachen Design. Wir planen einen live Test in naher Zukunft, behalten Sie für weitere Informationen Lokku Labs im Auge.

Die Zukunft

Für die glücklichen Besitzer des neuen iPhone mit Videokamera und Kompass oder des G1 oder G2 Telefons gibt es eine neue technologische Spielerei die viel verspricht: Augmented Reality Applikationen. Augmented Reality, oder AR, heißt soviel wie erweiterte Realität. Mit diesen Programmen kann man Echtzeit-Aufnahmen (wie z.B. eine Videoaufnahme) mit Informationen und Daten kombinieren, die dann visuell dargestellt werden. Das klingt kompliziert, ist aber in der Anwendung kinderleicht. Man startet das Programm und filmt seine Umgebung und die Informationen werden auf dem Bildschirm überlagert.

Einer der ersten Vorstöße in diese Richtung besteht aus einem virtuellen Hund, den man auf der eigenen Tischplatte rumspazieren lassen kann. Project Natal, das vor ein paar Wochen vorgestellt wurde, soll AR auf die Xbox bringen und auch Sony plant ein neues Spiel namens EyePet, das auf AR basiert.

Aber auch für praktische Zwecke kann AR Anwendung finden. In Bereich der Geoanwendungen sind dafür GPS und Kompass nötig. Das GPS-System gibt die Geokoordinaten an das Programm und der Kompass weiß in welche Richtung der Nutzer das Telefon hält, dadurch werden Standort und Blickrichtung genau erfasst. Zum Beispiel, wenn man sich in einer fremden Stadt aufhält und gerne wissen möchte, in welcher Richtung sich die nächste U-Bahn Station befindet (Momentan ist Nearest Tube allerding nur für London verfügbar). Ein weiteres Programm, Layar, ist vorerst nur in den Niederlanden verfügbar und stellt u.a. den nächsten Geldautomaten in der Umgebung dar. Noch ambitionierter verspricht Wikitude, mithilfe der Lokalisierungsdaten aus Wikipedia, einen “World Browser”, der Informationen über in der Nähe befindliche Sehenswürdigkeiten und Orte einblendet.

wikitude

Im Grunde genommen entstehen so interaktive 3D Karten, die außerdem noch zusätzliche Informationen bereitstellen, auch wenn visuell nichts mehr an einen Falkplan erinnert. Was vor ein paar Jahren noch futuristisch anmutete entwickelt sich jetzt immer schneller zu einer der interessantesten Entwicklungen im mobilen Bereich.

Die Nestoria Browserstatistik 2009 / Quartal 1 & 2

Liebe Nestorikaner,

Die regelmäßigen Leser erinnern sich sicherlich noch an die Nestoria Browserstatistik 2008. Nun ist 2009 schon wieder zur Hälfte vorbei (so rennt die Zeit!) und das soll für uns hier im Nestoria Statistikbüro ein Anlass sein, mal wieder einen Blick in die Logfiles zu werfen.

Die Browser

Fangen wir mal mit den Basics an. Welcher Browser hat welchen Anteil?

Nestoria Browserstatistik Januar-Juni 2009

Nestoria Browserstatistik Januar-Juni 2009

Im Vergleich zu 2008 hat der Internet Explorer ganze 5 Prozentpunkte verloren, von denen drei an Firefox gingen und einer an Opera. Gleichbleibend sind Safari (inkl. iPhone) mit 2% und “Anderen” mit 1%. Diese Entwicklung entspricht dem allgemeinen Trend nach dem alternative Browser, allen voran Firefox, langsam aber stetig am Marktanteil vom Internet Explorer knabbern. Interessant ist es zu sehen, dass Google Chrome trotz Werbevideo und regelmäßiger Erwähnung in den Medien keinen Boden gut machen konnte.

Die Anderen

Wer sind eigentlich diese “Anderen”? Da wären Google Chrome mit 0,6%, diverse Mozilla-basierte Browser mit 0,25% und Seamonkey mit 0,16%. Die restlichen hundertstel Prozent verteilen sich auf Suchmaschinen (auch Suchmaschinen suchen Immobilien auf Nestoria!) und immerhin 0,05% Netscape-Nutzern. Die letzteren sind vor allem beachtlich, wenn man bedenkt, dass der Netscape Browser nicht mehr weiterentwickelt wird und seit Anfang des Jahres bei jedem Start meldet, man solle doch bitte einen anderen Browser finden.

Die Betriebssysteme

Der stetige Rückzug von Microsoft, den wir bei den Browsern gesehen haben, findet sich bei der Betriebssystem-Statistik gar nicht. Mit satten 96% dominiert Windows hier den Markt, Mac OS ist zwar zunehmend Populär, knackt aber nicht einmal die Fünf-Prozent-Marke.

Nestoria Betriebssystemstatistik (Jan-Juni 2009)

Nestoria Betriebssystemstatistik (Jan-Juni 2009)

Auch bei den Betriebssystemen ist der Blick auf die “Anderen” interessant. Dort finden sich neben SunOS und FreeBSD (deren Namen nur Kenner schon mal gehört haben) auch die gängigen Handys (oder Smartphones) wieder. Am weitesten nach oben haben es (nicht unerwartet) iPhone und iPod Touch geschafft – mit 0,12%. Erst ganz weit finden sich SymbianOS (welches vor allem auf Nokia Geräten zum Einsatz kommt), Google Android, BlackBerry und HTC Touch – allesamt mit weniger als 0,01% was man auch als Messfehler abtun kann. Das zeigt zum einen, dass das mobile Web zwar zur Immobiliensuche genutzt wird, aber noch nicht den Massenmarkt erreicht hat. Zum anderen zeigt es auch, dass Apples Konkurrenz noch viel Arbeit vor sich hat. Wir werden auf jeden Fall den mobilen Markt auch weiterhin beobachten.

Beliebteste Browser nach Betriebssystem

Dass insgesamt (und auf Windows) der Internet Explorer der beliebteste am weitesten verbreitete Browser ist, haben wir schon gesehen. Aber welche Browser sind auf den anderen Betriebssystemen “in”? Auf Mac teilen sich Safari und Firefox im Verhältnis 2 zu 1 das Feld, Camino und Opera spielen keine Rolle. Unter Linux dominiert ganz klar mit ca. 80% Firefox vor Mozilla und Opera.

Beliebteste Browser auf Mac OS

Beliebteste Browser auf Mac OS

Internet Explorer 6

Wie die Kollegen im  englischen Nestoria-Blog, wollen auch wir einen Blick auf die Verteilung der Browserversionen werfen. Weniger interessant ist diese für nicht-IE-Nutzer denn es fällt auf, dass fast alle Nutzer, die nicht Internet Explorer nutzen, mit einer aktuellen Version ihres Browsers unterwegs sind, die nicht älter als einige Monate ist. Beim  Internet Explorer sieht das schon ganz anders aus:

Internet Explorer Versionen

Internet Explorer Versionen

Warum nutzen noch so viele Besucher Internet Explorer 6, wo diese Software doch nun schon fast ein Jahrzehnt auf dem Buckel hat? Auf Digg.com gab es dazu eine Umfrage und es stellt sich heraus, dass zwei drittel aller IE6-Nutzer nicht updaten, weil sie entweder keinen Adminstrator-Zugriff auf ihren Rechner haben oder Ihnen am Arbeitsplatz die Nutzung von IE6 vorgeschrieben wird.Sieben Prozent sagen allerdings  auch, dass sie Internet Explorer 6 einfach am besten finde.

Wir hier bei Nestoria schreiben unseren Mitarbeitern übrigens nicht vor, welchen Browser sie benutzen sollen, allerdings hält auch keiner von uns Internet Explorer 6 für den besten Browser. Die Statistik im Bild oben bestätigt aber den Arbeitsplatz als Schuldigen an der IE6-Nutzung: Während der Woche nutzen wesentlich mehr Nutzer IE6 als am Wochenende.

Warum interessiert uns das eigentlich?

Bleibt noch eine Frage zu klären. Warum interessieren wir hier bei Nestoria uns dafür, mit welchem Browser unsere Immobiliensuchmaschine angeschaut wird?

Weil Nestoria im Gegensatz zur Bäckerei und zur Fleischerei kein Ladenlokal hat, kommen alle Nutzer über unsere Webseite zu uns. Die wird vom Browser angezeigt und deshalb ist der Browser wichtig für unser Geschäft. Macht der Browser einen Fehler, sind unsere Nutzer verärgert und – ganz klar – das wollen wir nicht. Deshalb testen wir Nestoria.de ständig. Indem wir einen Blick auf die Browserstatistiken werfen, wissen wir, mit welchen Browsern wir Nestoria testen müssen, um Browserprobleme zu entdecken.

Quizfrage zum Schluss

Für alle, die bis hierher gelesen haben, gibt es noch eine Quizfrage. Der Blick in die Statistik offenbart, dass regelmäßig an einem bestimmten Wochentag die Nutzerzahlen von Nestoria.de besonders hoch sind (im Vergleich zum Rest der Woche). Welcher Wochentag ist das?