Nestoria Interview - Albert Warnecke, Shoptrex

Wir freuen uns, diesen Monat mit Albert Warnecke, einem der Gründer von Shoptrex, zu sprechen.

Shoptrex wurde von Albert Warnecke und Stephan Brambach gegründet. Die Idee zu Shoptrex stammt von Albert, der vorher unter anderem im Gründungsteam von Yahoo! Deutschland gearbeitet hat und Experte im Bereich Business Development und Marketing ist. Nach einjähriger Entwicklungszeit startete Shoptrex Ende Oktober 2008 in die Pilotphase.

Albert, danke dass du dir Zeit für uns genommen hast!

1) Erkläre doch bitte kurz, was Shoptrex ist und wie die Idee dafür zustande kam.

Shoptrex ist eine Empfehlungsmarketing-Plattform für Online-Händler mit spezialisiertem Angebot. Geboren wurde Shoptrex aus der Erkenntnis, dass es kleine Händler schwer haben, Kundschaft zu finden. Auf den Suchmaschinen konkurriert man mit den tiefen Taschen der großen Anbieter, bei Preisportalen geht es nur um den Preis und Affiliate-Marketing kann sehr aufwändig werden. Empfehlungsmarketing ist anerkanntermaßen eine ausgezeichnete und  sehr wirksame Form der Kundengewinnung. Aber in der Praxis eben auch sehr mühsam. Jeder Kunde muss einzeln gewonnen werden. Empfehlungsmarketing und Reichweite - das ging bis jetzt schlecht zusammen.

Mit Shoptrex bieten wir eine Plattform an, die beides verknüpft: Die Qualität des Empfehlungsmarketings mit der Reichweite von "normaler Werbung". Unser Ziel ist es, die "operative Mühsal" aus dem Prozess herauszubekommen und Empfehlungsmarketing zu einer Zeit-effizienten Marketingmethode zu machen.

Die Grundidee: Händler, die eine gemeinsame Zielgruppe bedienen, aber mit unterschiedlichen Produkten handeln, schließen sich zu einem Empfehlungs-Netzwerk zusammen. Jeder Händler empfiehlt nach dem Kauf seinen Kunden einen Besuch bei seinen Partnern. Vorteil für die Kunden: Sie lernen neue - potentiell interessante - Shops kennen. Vorteil für die Händler im Netzwerk: Die neuen Besucher gehören zur Zielgruppe, die Streuverluste sind minimal.

2) Welche Vorteile bietet Shoptrex gegenüber konventioneller Bannerwerbung?

Die drei wichtigsten Vorteile Shoptrex gegenüber anderen Werbekanälen:

1) Groß in Mode bei der Bannerschaltung: Targeting. Mit allen möglichen Tricks wird versucht, die Streuverluste klein zu halten. Bei Shoptrex gibt's das Targeting "gratis" dazu. Weil immer nur Händler kooperieren, die die gleiche Zielgruppe ansprechen ist das Targeting garantiert und Streuverluste werden systematisch klein gehalten.

2) Außerdem ist Shoptrex Empfehlungsmarketing. Da der Händler seine Partner sorgfältig auswählt  - schließlich will er nicht irgendwelche Banner auf seinem Shop haben - kommen die Partner als Empfehlung und nicht als Werbung rüber. Werbung nervt, eine nette Empfehlung nimmt jeder gerne entgegen.

3) Es werden Menschen angesprochen, die auch wirklich im Internet einkaufen.

3) Wie stellst du dir zukünftige Online-Geschäftsmodelle vor? Welche Veränderungen wird es auf dem Markt geben?

Offen gesagt mit Free, Freemium und reiner Abo haben wir alle Geschäftsmodelle beisammen. Da wird sich meiner Meinung nach nichts ändern. Ein Angebot

- ist entweder komplett werbefinanziert, also frei für die Nutzer

- besteht aus einem eingeschränkten Basisdienst und einem kostenpflichtigen aber ohne Einschränkungen zu nutzenden Premiumdienst (so wie Shoptrex)

- ist nur gegen Geld zu haben (Recherche- und Datenbank-Services im B2B-Bereich)

4) Wie siehst du die Zukunft auf dem Immobilienmarkt im Internet? Wie werden Geschäftsmodelle hier aussehen, insbesondere was Dienste wie Nestoria angeht?

Für mich sind Dienste wie Nestoria extrem disruptiv. Dienste wie Nestoria verschieben das Kräftegleichgewicht vom Makler zum Kunden. Man kann jetzt als Immobilienkäufer oder Mieter die Aussagen des Maklers selbst überprüfen und zwar ohne Recherche vor Ort. Das Mashup aus Immobilien. Google Earth plus Qype-Daten und dem öffentlichen Nahverkehr ist für mich eine Immobilien-Plattform der zweiten Generation. Hier bekomme ich mehr als nur eine Wohnraumliste. Eine Plattform wie Nestoria hilft mir bei der Entscheidungsfindung.

Was die Geschäftsmodelle angeht: Ich denke es wird schwierig werden, den Nutzer dazu zu bewegen für Nestoria zu bezahlen. Was ich für möglich halte wäre ein Premium-Dienst, den ich monatlich buchen kann und bei dem mir nach genauen Kriterien gefilterte Angebote zugeschickt werden. Außerdem wäre es wichtig, dass diese neuen Immobilien-Angebote nicht sofort in der Nestoria-Datenbank auftauchen, sondern für - sagen wir  - 48 Stunden exklusiv für Premium-Mitglieder sind. So kann man als Premium-Mitglied in Ruhe den Verkäufer kontaktieren.

Albert, vielen Dank für das Interview! Interessante Antworten von jemandem, der sich wirklich mit Online-Werbung auskennt. Wer genauer wissen möchte, wie Shoptrex funktioniert, kann auf der Webseite alles über das Prinzip und die praktische Umsetzung erfahren. Wir von Nestoria wünschen diesem hervorragenden Service viel Erfolg!

Posted by Nestoria Deutschland 

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