SOTM 2009 und die Zukunft von OpenStreetMap
Nun da die State of the Map 2009 vorbei ist wird es Zeit für eine kleinen Überblick. Dieses Jahr hat sich die Besucherzahl im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Dies zeigt, dass die OpenStreetMap Community in rasantem Tempo wächst. Während im März dieses Jahres noch 100.000 Nutzer registriert waren, sind es inzwischen schon 130.000. Vor allem in Deutschland ist OSM sehr beliebt, 40% der Änderungen des letzten Monats wurden in Deutschland vorgenommen.
Dieses Jahr gab es zum ersten Mal einen "Pro"-User Tag, der mit ca. 200 Besuchern gut startete. Es ging vor allem darum, wie Unternehmen, Verwaltungen und gemeinnützige Organisationen von den Daten die OSM zur Verfügung stellt profitieren können. Dieser Fokus steht im Einklang mit der allgemeinen Entwicklung in der Community. Während es in den ersten Jahren seit der Gründung 2004 vor allem darum ging Information zu sammeln um eine möglichst vollständige Datenbank zu schaffen, ist die Abdeckung in vielen Bereichen inzwischen so gut, dass eine neue Frage in den Vordergrund rückt: Wie diese Daten am Besten genutzt und dargestellt werden können. Das fängt an mit der Frage wie die Information für den Nutzer aufbereitet wird wenn er zum Beispiel auf der OSM Seite eine Suche startet. Da wir bei Nestoria von Suchen was verstehen ist es also nur folgerichtig, dass der Vortrag von Ed, unserem Nestoria-Abgesandten auf der SOTM 2009, sich um genau dieses Thema dreht.
Eine sinnvolle und nutzerfreundliche Suche ist der Schlüssel zu einem Projekt wie OSM, denn wenn der Zugang zum Informationsreichtum der Datenbank verwehrt bleibt, liegt ein Großteil des Potentials brach. Und Potential ist viel vorhanden, nicht zuletzt durch die Flexibilität der Daten. So kann bei OSM zum Beispiel innerhalb weniger Tage erfasst werden wenn ein Gebäude abgerissen wird, indem ein Nutzer dies mit seinem GPS Gerät erfasst und die Daten hochlädt. Bei anderen Kartenanbietern dauert dieser Prozess wesentlich länger, teilweise Jahre.
Abgesehen von der klassischen Kartensuche eröffnet OSM aber auch neue Möglichkeiten für eine Fülle von Anwendungen, die sonst aufgrund der hohen Kosten für Geodaten aus herkömmlichen, kommerziellen Quellen vielleicht nicht zustande gekommen wären. Vor allem im mobilen Bereich tut sich in dieser Hinsicht viel, doch darüber demnächst mehr...
Wer sich weiter für das Thema OSM und Nutzungsmöglichkeiten interessiert dem sei der Artikel bei GPS Business News empfohlen.