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Wie gross ist es wirklich?

Unter dem Namen "Dimensions" hat die BBC in Zusammenarbeit mit der Designagentur BERG gestern eine neue Webseite gestartet. Dort kann man bekannt Formen und Entfernungen per Google Maps Mashup über Orte projizieren um so eine bessere Vorstellung von den tatsächlichen Dimensionen zu bekommen. 

Wenn man hört, dass der Mond einen mittleren Durchmesser von 3476km hat dann ahnt man zwar vielleicht, dass er ein ganzes Stück kleiner als die Erde ist, aber noch viel deutlicher wird das wenn man sich vor Augen führt, dass er in etwa Australien bedecken würde

Den Ölteppich im Golf hatten wir ja an anderer Stelle schonmal, nicht zu verachten ist aber auch das Ausmass des "Müllwirbels" im Nordpazifik, auch Great Pacific Garbage Patch genannt. Dort zirkelten Anfang 2008 circa 100 Millionen Tonnen Plastikmüll. 

Wenn dieser Zivilisationsmüll sein Zentrum in Berlin hätte würde er sich von der Ukraine bis weit westlich von Irland und von Norwegen bis Italien ausbreiten.

Das tiefste Loch da jemals in die Erde gebohrt wurde befindet sich auf der russischen Halbinsel Kola und ist 12262 Meter tief, oder anders ausgedrückt, es geht von Stuttgart bis Filderstadt

Der Koloss von Rhodos galt in der Antike als eines der sieben Weltwunder, stürzte allerdings zwischen 227 und 223 vor Christus, rund 70 Jahre nach Fertigstellung bereits wieder ein. Eine Vorstellung von seiner Grösse kann man sich machen indem man die Spanne der Fussabdrücke mit dem Brandenburger Tor vergleicht

Viele weitere Formen und Dimensionen findet man auf der BBC Dimensions Seite.

 

 

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by nomsa 

Schöne Kartenkunst

Dass Karten nicht nur nützlich sondern auch schön sein können haben wir hier ja schon des öfteren bewiesen. Die prettymaps von Stamen Design allerdings sind so schön, dass sie eigentlich in den Bereich Kunst fallen.

prettymaps ist zusammengestellt aus Flickr Shapefiles, die geographische Gebiete mit Hilfe von geogetaggten (Gegeotaggten? Geographisch markierten?) Fotos von Flicks Nutzern eingrenzen, Urban Areas von Natural Earth, anhand derer dicht besiedelte Gebiete visualisiert werden und Strassendaten von (natürlich!) OpenStreetMap.

So entsteht eine online Karte die zunächst aussieht wie ein abstraktes Gemälde und auf jeder Zoomstufe andere Farben und Formen annimmt.

Aber das ist nicht nur schön anzusehen, sondern offenbart so auch gleichzeitig im wahrsten Sinne des Wortes vielschichtige Informationen. Diese Weltkarte zum Beispiel zeigt als weisse Schatten Orte, an denen Flickr Nutzer Fotos gemacht haben, in blau und grün sieht man Strassen aus OSM und die orangenen Punkte sind urbane Gebiete von Natural Earth.

Ich jedenfalls könnte mir gut vorstellen mir so eine Karte im Großformat an die Wand zu hängen, Popart für Kartenfans!

Weitere Infos und Details zu den verschiedenen Schichten und Formen gibt es hier.

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by nomsa 

Der Vater des Internets und ITO

Weil's so schön war heute wieder mal ein Video von der TED Konferenz, wieder über Daten, diesmal aber geht es auch um Karten.

Unsere Freunde von ITO (die auch die OSM Animation Eyjafjallajökull gemacht haben) haben, wie schon berichtet, zur diesjährigen TED Konferenz eine Visualisierung für Tim Berners-Lee, den Vater des Internets, produziert, die die OSM Daten von 2009 und die von Haiti vor und nach den Erdbeben verbindet. 

Tim Berners-Lee hatte vor einiger Zeit gefordert öffentliche Daten frei zugänglich zu machen und berichtete bei TED über die ersten Ergebnisse nachdem einige Regierungsstellen im letzten Jahr damit begonnen haben Daten freizugeben. 

Hier das Video des Vortrags in dem der Film verwendet wurde, in dem etwa fünfminütigen Film finden sich auch noch einige andere nette Visualisierungen.

Es ist immer wieder erstaunlich was für interessante Projekte aus der Masse an Daten entstehen können die heute Dank Computerisierung zu Verfügung stehen. Dieser Vortrag zeigt, dass grade öffentliche Daten wertvoll sein können wenn sie frei zur Verfügung gestellt werden statt irgendwo auf Festplatten (oder gar in Aktenordnern!) vergessen zu werden.

 

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by nomsa 

Informationsvisualisierung für zu Hause

Viele kennen wahrscheinlich schon die TED Präsentation von Hans Rosling, einer der beeindruckendsten Vorträge wenn es um Informationsvisualisierung geht. Für alle die das Video noch nicht gesehen haben:

Die Neuigkeit allerdings ist: Das Programm das er für diese unglaublichen Visualisierungen benutzt ist jetzt für jeden zum herunterladen verfügbar! Unter gapminder.org konnte man schon vorher online selber mit den Daten spielen, jetzt kann man sich das ganze auch auf dem eigenen Rechner installieren (OS X und Windows)

Eine nette Beschäftigung für's Wochenende!

 

 

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by nomsa 

Mapnificent!

Mein Lieblingsfundstück der Woche und ein passender Einstieg ins Wochenende ist Mapnificent.

Stefan Wehrmeyer hat eine interaktive Karte gebaut, auf der dargestellt wird, welche Orte man innerhalb einer bestimmten Zeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann. Wir hatten mit Wo soll ich hinziehen vor einiger Zeit eine ähnliche Idee, bei der es aber vor allem um Reisezeiten im Zusammenhang mit potentiellen Wohnorten ging.

Mapnificent setzt den visuellen Aspekt fantastisch um. Die Karte sieht aber nicht nur schön aus (man kann u.a. zwischen farbig und hell/dunkel auswählen), sondern schafft es auch den wichtigsten Punkt zu erfüllen - dass man auf einen Blick sieht wohin man innerhalb der gewählten Zeit reisen kann.

Im Moment funktioniert Mapnificent für Berlin (alle öffentlichen Verkehrsmittel) und London (Nachtbusse), wo im Nachtmodus die Busverbindungen Licht ins Dunkle bringen.

 

In der Galerie ein paar weitere Bilder.

     
Click here to download:
mapnificent-EaFjkptqwgvchmquenHI.zip (3049 KB)

 

 

 

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by nomsa 

Gipfel in der Kriminalitätsstatistik von San Francisco

Ein schönes Beispiel für die Kombination von Informationsvisualisierung und Karten ist mir vor ein paar Tagen unter die Finger (den Mauszeiger?) gekommen: Doug McCune, Data Visualization Engineer hat ein 3D Modell aus Kriminalitätsstatistiken in San Francisco gebaut. Die Daten stammen von der öffentlichen DataSF Webseite, sind also echte Daten von 2009. Allerdings wurden sie geographisch zusammengefasst und künstlerisch bearbeitet - es geht hier eher um das Konzept und ein Stück Kunst als um 100% akkurate Daten.

 
Hier z.B. die Kriminalitätsstatistik in Bezug auf Drogen:
 


Deutlich kristallisieren sich Schwerpunkte heraus.
Noch deutlicher wird das beim Bild zu Prostitution:
 
 
Es ist sicher kein Zufall, dass die zwei Gipfel in beiden Bildern sich überschneiden. 
Die Schwerpunkte für diese beiden Delikte liegen im Mission District, dagegen sind die stark touristischen Gebiete am Hafen und um die Golden Gate Bridge völlig flach.
 
Eine schöne Idee, die Daten zum Leben erweckt und auf einen Blick Information vermitteln kann.
 
In der Galerie weitere Bilder, in denen man sehen kann, dass z.B. Fahrzeugdiebstahl viel gleichmäßiger verteilt ist.
 
  • Larceny/Diebstahl und Narcotics/Drogen
  • Assault/Körperverletzung und Vandalism/Vandalismus
  • Warrants/Haftbefehle und Prostitution/Prostitution
  • Vehicle Theft/Fahrzeugdiebstahl und Robbery/Raubüberfälle
 

       
Click here to download:
Gipfel_in_der_Kriminalittsstat.zip (668 KB)

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by nomsa 

Der Weltatlas der Geotagger

Geotagging (auch Georeferenzierung genannt) ist eines der Elemente das im Trend um geographische Dienste eine Rolle spielt. Neben Lokalisierung (z.B. bei Foursquare) ist die Verknüpfung von Daten wie z.B. Fotos mit geographischen Angaben ein wichtiges Element.
Inzwischen besitzen viele digitale Kameras GPS, so dass jedes Bild mit einem Geotag versehen werden kann. Wenn diese z.B. bei Flickr oder Picasa hochgeladen werden können sie über die API der Dienste wiederum abgerufen werden.

Mit ein wenig OpenStreetMap, Perl und Talent entstehen dann zum Beispiel Bilder wie diese von Eric Fischer. Indem er die am häufigsten fotografierten Orte in verschiedenen Städten auf OSM Karten darstellt entstehen schön anzusehende Informationsvisualisierungen.

Hier München:

Man kann an den Bildern schön erkennen, wo die Hauptattraktionen in den jeweiligen Städten liegen und wie sehr diese im Zentrum gebündelt sind. Zum Vergleich hier Tokyo:

In Tokyo gibt es anscheinend viele kleinere Points of Interest. Paris dagegen ist sehr stark zentralisiert:

Die beiden Cluster ausserhalb des Stadtzentrums sind La Defense im Nordwesten und Versailles im Südwesten.

Es ist natürlich wichtig im Kopf zu behalten, dass es sich hier um Fotos von Nutzern von Flickr und Picasa handelt, man kann davon ausgehen, das viele davon Urlaubsfotos sind. Das bedeutet, dass vor allem Dinge die für Touristen interessant sind so überproportional vertreten sind.


Das komplette Set mit 50 Fotos gibt es hier zum anschauen, übersichtlich als Kartenansicht. In unserer Fotogalerie ein paar weitere Beispiele, der Reihenfolge nach: New York, London, Berlin und Las Vegas.

       
Click here to download:
Der_Weltatlas_der_Geotagger_ta.zip (864 KB)

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by nomsa 

Weltmeister der mathematischen Wahrscheinlichkeit

Die Fussball WM rückt näher und langsam macht sich das auch hier im internationalen Nestoria Hauptquartier bemerkbar. Die ersten liebevollen Spitzen über das italienische Team, die deutsche Tragödie mit dem ausscheiden Ballacks und die ewigen Pechvögel England fliegen hin und her, nur unsere amerikanischen und australischen Kollegen sind seltsam zurückhaltend. Da wir noch vor Beginn der WM damit rechnen ein brasilianisches und ein französisches Teammitglied hinzu zu gewinnen bin ich zuversichtlich, dass bis dahin alle ausreichend aufgestachelt sind, damit die WM zu einem Fest des internationalen Austauschs wird. 

Was die Frage betrifft wer nächster Weltmeister wird hat bei uns natürlich (fast) jeder seine eigene Meinung, die allerdings in den meisten Fällen weniger auf Fakten, als auf sagen wir mal emotionalen Grundlagen beruht. Simon Kuper und Stefan Szymanski, Autoren des Buchs "Why England Lose", haben sich dem Problem mit mathematischen Hilfsmitteln genähert. Die Formel berücksichtigt Population und Pro-Kopf-Einkommen der Nation sowie die Erfahrung der Mannschaft. Für Südafrika fliesst ausserdem noch der Heimvorteil in die Kalkulation mit ein. 
 
Für die Juni Ausgabe der Wired UK hat Paul Butt von Section Design das ganze als schicke Infografik umgesetzt, zu finden auf der Homepage und größer bei Flickr.
Ich verrate an dieser Stelle mal nicht wer da als Sieger prognostizert wird. Nur soviel: mindestens bis zum Viertelfinale sollte nach dieser Prognose die allgemeine Stimmung hier im Nestoria Team noch einigermaßen hoffnungsvoll sein...
 
(Bild von woodleywonderworks bei Flickr) 

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by nomsa 

WikipediaVision

WikipediaVision ist ein Mashup, das (fast) in Echtzeit anzeigt, wenn und wo ein Wikipedia Artikel anonym editiert wird.


Im Moment werden die englische, deutsche, französische, spanische und schwedische Version von Wikipedia erfasst. Man kann wirklich viel Zeit damit verbringen zuzuschauen was so auftaucht. Jemand in Marokko hat neueste Informationen über das Klima in Casablanca und in Madrid, Spanien macht sich jemand Gedanken über Gossip Girl - all das kann man beobachten während es passiert.



Auf der Seite findet sich ebenso eine Grafik über die Anzahl der Änderungen pro Minute über die letzten 24 Stunden nach Ländern aufgeteilt.


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by nomsa 

Flugverkehr über Europa - Visualisierung

Weil's so schön war noch eine Visualisierung des Flugverkehrs zu Zeiten der Aschewolke. 
Diesmal von unseren freunden bei ITO World, die mit Hilfe der Flugdaten von flightradar24.com und OSM Kartenmaterial mal wieder ein hervorragendes Video mit animierten Daten gezaubert haben

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by nomsa